Na slědach Krabata - Wutrobnje witajće do dwurěčneje Łužicy
Auf den Spuren des Krabat - Herzlich Willkommen in der zweisprachigen Lausitz

NEUIGKEITEN


Keine Angst vorm Schwarzen Müller

Der Schwarze Müller guckt nur so böse, wenn die Rolle es von ihm verlangt. Dieter Klimek liebt den Zauber um die Schwarze Mühle und um Krabat, die große sorbische Sagengestalt. Wer ihn in der Krabat-Mühle in Schwarzkollm besucht, erfährt von ihm viel über den wahren Zauber der uralten Geschichten. Foto: Gernot Menzel © hy-photo gernot menzel

Auf Krabats sagenhaften Spuren lässt es sich vortrefflich radeln. Unterwegs gibt’s frische Milch und schwarzes Eis.

11.08.2014 Von Jana Ulbrich

Buttermilchplinsen mit Apfelmus! Wie köstlich. Diese herrlich-fluffigen Eierkuchen – es gibt sie wohl nirgendwo besser als hier im Lausitzer Sorbenland, wo Buttermilchplinsen quasi ein Nationalgericht sind und manchmal sogar die Dörfer „Plinsdörfer“ heißen. Auf dem Hof der Krabat-Mühle in Schwarzkollm werden die Plinsen frisch gebacken.

Der Schwarze Müller serviert sie uns persönlich. Das also ist der böse Zauberer von der Teufelsmühle, der mit dem Satan paktiert und ihm jedes Jahr den besten Müllerburschen opfert! So erzählt es doch die Sage von Krabat, dem guten Müllerburschen. Dieter Klimek vom Krabatmühlenverein schmunzelt. Seit Jahren schon ist der 64-Jährige hier der Schwarze Müller vom Dienst: schwarzer Umhang, schwarzer Dreispitz, einen Totenkopf um den Hals. Der Schwarze Müller muss so gruselig aussehen. Die Sage von Krabat will es schließlich so.

Der wundervollen sorbischen Sage sind wir auf der Spur – auf unserer Radtour auf einem Teilstück des Krabat-Radweges. Der Radweg führt zu den sagenhaften Orten und Wirkungsstätten des kroatischen Reiterobristen Johann Schadowitz, genannt Krabat, der den Schwarzen Müller besiegt und der Lausitz bis zu seinem Lebensende so viel Gutes getan hat.

Am Lebensende sind wir heute schon gewesen: in der imposanten Pfarrkirche in Wittichenau nämlich. Dort ist Johann Schadowitz 1704 beerdigt worden. Auf dem Wittichenauer Marktplatz nur ein paar Schritte entfernt steht die Krabat-Stele mit Figuren aus der Sage.

Ein schwarzer Rabe hat uns hierher geführt. Der Rabe ist das Symbol des KrabatRadweges – wie oft man auch auf andere Routen im dichten und sehr gut ausgeschilderten Radwegenetz in dieser Gegend abweicht – auf den schwarzen Raben trifft man hier immer wieder. Von Wittichenau aus folgen wir aber erst einmal dem grünen Frosch. Auf dem Froschradweg geht es durchs Dubringer Moor. Die Sage erzählt, dass Krabats Wege bei seiner Suche nach Arbeit auch durch dieses Moor führten. Irrlichter sollen ihm von hier aus den Weg bis hin zur Schwarzen Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm bereitet haben. Wir lassen uns nicht beirren in diesem feuchten Naturparadies, wo der Seeadler wohnt und wo es noch fleischfressende Pflanzen gibt.

Krabat, der den Menschen stets Gutes getan hat, soll ja viel Sümpfe hier in der Gegend trockengelegt haben, um das Ausbreiten von Krankheiten zu verhindern und fruchtbares Land zu gewinnen. Uns führen nicht die Irrlichter, sondern Frosch und Rabe zur Mühle in den Koselbruch, dem schönsten Zwischenstopp auf unserer Tour. Hier beim Schwarzen Müller soll Krabat sein Zauber-Handwerk gelernt haben.

Wir lernen hier von Dieter Klimek, dem Schwarzen Müller vom Dienst. Der ist sich mit der Zauberei gar nicht so sicher. „Mit Zauberei ist doch in Wirklichkeit noch nie etwas geworden“, ist der bodenständige Schwarzkollmer überzeugt. Müller waren gebildete Leute. Sie konnten lesen und schreiben, mahlen, backen und brauen. „Das Wissen hat ihnen Macht gegeben“, erzählt der Schwarze Müller auf dem Rundgang übern Hof seine eigene Version von der Krabat-Sage, die es ja ohnehin in mehreren Versionen gibt.

Krabat hat in Schwarzkollm viel mehr gelernt als das Müllerhandwerk, ist Klimek sich sicher. Er wusste eben, dass Getreide verfault, wenn es im Nassen steht. Ist so einer, der sein Wissen anwendet, nicht ein Wundertäter? „Das ist für mich der wahre Zauber der Geschichte“, sagt Klimek.

In Groß Särchen, direkt an der Hauptstraße, steht Krabats Vorwerk, der Hof, den Johann Schadowitz als Dank für seine guten Dienste geschenkt bekommen hatte. 80 Jahre alt ist der Kroate geworden. Im benachbarten Gasthof soll er am 29. Mai 1704 gestorben und als weißer Schwan davongeflogen sein. Das Vorwerk ist heute schön restauriert und beherbergt eine Ausstellung über Krabats Leben, die Wahrheit und Legenden. Wer will, kann auch dahin einen Abstecher unternehmen. Leider ist das Vorwerk nur dienstags von 9 bis 12 und donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Der Erlebnishof in Schwarzkollm ist jeden Tag geöffnet. Und immer wird hier gewerkelt und gebaut. Die Schwarze Mühle hat nichts von ihrem wundersamen Zauber verloren. Alles hier atmet die wahre Geschichte genauso wie den zauberhaften Geist der Legenden. Sie lassen sich erkunden beim Besichtigen der Mühle, in der sich das Mühlrad friedlich dreht, oder im Gesindehaus, in dem viele originale Requisiten aus dem Krabat-Film zu bestaunen sind. Der neue Mühlenhof selbst ist Stück für Stück aus alten Baumaterialien entstanden. Alles Holz ist mit Lausitzer Leinöl getränkt und so haltbar gemacht wie zu Johann Schadowitz’ Zeiten. Das Holz ist schwarz dadurch. Vieles hier in der Lausitz ist schwarz: Schwarze Mühle, schwarzes Wasser, schwarze Kohle. Sogar schwarzes Eis gibt es hier in Schwarzkollm – Schoko oder Vanille, gefärbt mit Pflanzenkohle.

Vom Hof aus führt Krabats Erlebnispfad durch den Ort, den Koselbruch und das frühere Moor. Tafeln an markanten Punkten erzählen auch hier die Sagen und Geschichten – die von der versunkenen Kutsche oder die vom Torfplatz. Die vom Sühnekreuz oder die vom Teufelsstein. Wir sind neugierig geworden, aber die Zeit drängt zum Aufbruch. Ein andermal also werden wir wiederkommen.

Der Erlebnishof „Krabat-Mühle“ ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Jeden Sonnabend und Sonntag finden 14 und 15 Uhr Führungen statt.

Krabatmühle-Schwarzkollm e.V., Koselbruch 22, 02977 Hoyerswerda OT Schwarzkollm; 035722 951133 email: info@krabatmuehle.de

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/keine-angst-vorm-schwarzen-mueller-2902860.html


Jugend geht mit frischem Schwung ins neue Jahr

Der neue Vorstand des Vereins, von links: Alex Scholze (Schriftführer), Fabian Metasch (Kassenwart), Simon Michauk (Vorsitzender), Felix Wolf (2. Vorsitzender) und Elmar Görigk (Öffentlichkeitsarbeit). Foto: privat

Der UCfK in Wittichenau feiert 20-jähriges Bestehen. Zuletzt war es nicht einfach. Aber der Clubchef ist optimistisch.

13.12.2013 Von Hagen Linke

 

Als der Dachverband der Wittichenauer Jugendclubs zehn Jahre alt geworden ist, gab es eine große Festwoche. United Clubs for Kulow, oder kurz UCfK, feierte den Einzug in das Vereinshaus „Alter Bahnhof“, eröffnete das Internationale Multimedia Zentrum. Mit einem Mix aus Ideen sollte das leerstehende Gebäude wiederbelebt werden. Da war die (Film-)Gaststätte, und der Saal unter anderem für Theater oder Kabarett. Es entstand ein Multimedia-Bereich in Zusammenarbeit mit dem Computer-Kabinett der Nikovich-Stiftung und es war perspektivisch ein Bürgerfernsehen (Krabat-TV) im Gespräch.

Das war 2003, also vor zehn Jahren. Einiges wurde umgesetzt, anderes blieb in der Ideen-Phase. Vor allem mit der Projektarbeit im Ton- und Videobereich sorgte der Verein, in dem viele kleine Jugendclubs organisiert sind, für Aufsehen. Erinnert sei an das mehrtägige Filmfestival „Silvestinale“, das 2007 ein furioses Finale in der Sport- und Mehrzweckhalle fand. In den Folgejahren wurde die Arbeit jedoch schwieriger, bedingt, weil heranwachsende Jugendliche fehlten, die ältere Jugend Prioritäten verschob, wie Familienplanung, Hausbau oder Jobs fernab von Wittichenau. Zudem liefen größere Personalförderungen aus. Wie andere Vereine auch hat deshalb die Stadt den UCfK finanziell entlastet. Weil die Einnahmen fehlten, wurde vor drei Jahren ein Mieterlass beschlossen.

In diesem Jahr hat der UCfK seine angestammten Räume im Bahnhof verlassen. Hinein zog der Schulclub. Der Jugendverein ist dabei, sich an anderer Stelle einzurichten – in kleinerem Rahmen. Vor ein paar Tagen wurde der Vorstand neu gewählt. An die Stelle von Johannes Michauk (28), der den Verein seit 2009 führte, tritt nun sein jüngerer Bruder Simon (23). Der Rückzug war angekündigt. Johannes Michauk ist Vater geworden. Sein Bruder Simon ist seit 2009 im Vorstand und das einzige Mitglied der bisherigen Führungsebene, das dort weiterarbeitet. 2. Vorsitzender ist nun Felix Wolf, Kassenwart Fabian Metasch, Elmar Görigk ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und Alex Scholze Schriftführer. „Ich denke, wir sind ein sehr dynamisches Team im Vorstand“, sagt Simon Michauk, „ ... da besonders Fabian Metasch und Felix Wolf sehr lange bei UCfK mitwirken und in der Vergangenheit viel Einblick in die Vorstandsarbeit hatten und viel Verantwortung übernommen haben.“

Die Schwerpunkte der Arbeit sollen noch mehr auf die in letzter Zeit sehr gut angelaufenen Kleinveranstaltungen gelegt werden, erklärt Simon Michauk. „Ich denke hierbei besonders ans Kneipenquiz, das Junibaumwerfen, die Beerpong-WM und das Stadtteichfestival.“ Das Fußballturnier „Kulow-Cup“ soll es im Januar erstmals als Winteredition in der Turnhalle geben. Eine größere Party gehört zum Ziel des Vereins, auch um Einnahmen zu sichern.

Angedacht sind zudem wieder Kurse im Umgang mit der Kamera, denkbar auch mit Unterstützung des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals (SAEK), sagt Simon Michauk. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die 20-Jahr-Feier zum Jahreswechsel. Sie wird als Silvester-Prohibitionsparty im Saal des „Alten Bahnhofs“ stattfinden. Auf den Außenanlagen wird in Zelten und Pagoden eine düstere Straße gestaltet. Ein paar Clubs sollen Charaktergruppen übernehmen, wie eine Bigband, Mafiabanden, korrupte Polizisten oder Betreiber einer illegalen Destille. Karten für die Festgäste, die im Stile der 20er Jahre erscheinen sollen, gibt es für 15 Euro (Vereinsmitglieder 10 Euro). Inbegriffen sind alkoholfreie Getränke, Sekt und Bier. „Es soll ein kurzes Programm geben, an dem wir im Moment noch feilen“, sagt Michauk.Der Start ins Jahr 2014 wird somit auch ein kleiner Neubeginn für den Verein. „Mit den jungen Mitgliedern macht es Spaß“, sagt der Vorsitzende. „Und die Älteren helfen auch, wenn sie Zeit haben und gebraucht werden“, blickt der 23-Jährige optimistisch nach vorn.Zum Tage/Seite 15

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/jugend-geht-mit-frischem-schwung-ins-neue-jahr-2730529.html


„Wir wollen jeden in den Stücken mitspielen lassen“

Auf dem diesjährigen Hoffest führte die Groß Särchener Theatergruppe einige Sketche auf. Sehr unterhaltsam war auch der Beitrag von Rita Gröllich (li.) und Daniela Hoffmann. Foto: privat

Das kulturelle Geschehen in Groß Särchen wird seit vielen Jahren auch von der Gruppe „Theater vons Dorf“ geprägt.

26.11.2013 Von Rainer Könen

Warum spielt man in Groß Särchen Theater? Eigentlich ist das eine rhetorische Frage. Natürlich „weil es uns großen Spaß macht“, erzählt Rita Gröllich. Die 58-Jährige gehört zum „Theater vons Dorf“, einer Gruppe, die seit 13 Jahren das kulturelle Geschehen in dem Ort mitgestaltet und die seit vier Jahren von Ingrid Stiller geleitet wird. Die 75-Jährige ist die Regisseurin eines Ensembles, welches mit Stücken, die so einprägsame Titel wie „Im Baumarkt“, „Weihnacht im Gefängnis“ oder „Die Feuerwehrtaufe“ haben, bei Hof- und Frühlingsfesten im Ort für unterhaltsame Stunden sorgt. Wer hier mitmacht, dazu gehören neben einigen Rentnern auch Verkäuferinnen und Angestellte, hat nicht den Ehrgeiz für die großen Bühnen entdeckt zu werden. Im Gegenteil: „Das Theaterspielen ist für uns eine Gelegenheit, einmal in der Woche aus dem Alltag herauszukommen“, beschreibt es Ingrid Stiller. Die frühere Dekorateurin gehört zu den Gründungsmitgliedern des Ensembles, das bis 2009 von Brigitte Giebel geleitet wurde. Man habe die Gruppe damals ins Leben gerufen, weil „man im Ort fand, dass man sich mit dem Thema Krabat künstlerisch auseinandersetzen sollte“, so Stiller. So wirkte man auch schon bei den Krabatfestspielen mit. Auftritte hat man meist vor heimischem Publikum. Ingrid Stiller beschreibt, dass sie die Stücke, die sie oft in mühevoller Kleinarbeit aussucht, in knapp zwei Monaten auf die Beine stellt. Bis zu zehn Mal pro Stück wird geprobt. „Das muss dann auch reichen“, so Rita Gröllich, die aus Mecklenburg-Vorpommern stammt. In Sachen Rollenbesetzung ist man in Groß Särchen bestrebt „jeden im Stück unterzubringen“, wie es Ingrid Stiller beschreibt. Es werde niemand außen vor gelassen, so die Rentnerin, die auch 30 Jahre die Gemeindebibilothek geführt hatte. Seitdem sie die Gruppe leitet, steht sie nicht mehr auf der Bühne. „Das fehlt mir so sehr nicht“, meint sie. Die Probenarbeit, die Auswahl der geeigneten Stücke, das reiche ihr. Gegenwärtig bereiten sich die Dorftheaterleute auf die Premiere des nächsten Stückes vor. Der Titel: „Weihnachten bei Dannebooms“. Gespielt wird im Krabat-Vorwerk am 1. Dezember (16.30 Uhr) und am 7. Dezember (18 Uhr).

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/wir-wollen-jeden-in-den-stuecken-mitspielen-lassen-2717025.html


Krabat bekommt eine Gaststätte

Schwarzkollm

22.11.2013

Im Telegrammstil informierte Tobias Zschieschick in dieser Woche im Schwarzkollmer Ortschaftsrat über die aktuelle Entwicklung rings um die Krabat-Mühle. Just am gleichen Tage, so ließ der Vorsitzende des Krabat-Mühlen-Vereins wissen, sei es bei einem Termin vor Ort um die Pläne für die Gaststätte gegangen. „Die wollen wir nach und nach ausbauen.“ Fachlichen Rat gab es von einem Gastronomen. „Das wird eine unheimlich teure Sache.“ Und da es keine Fördermittel gibt, muss alles aus eigener Kraft gestemmt werden.

Hinsichtlich des eingelagerten Dubringer Wohnhauses, das als Jurij-Brezan-Haus an der Krabatmühle neu errichtet werden soll und für den Bau von Traversen wird vom Verein ein Fördermittelantrag gestellt. „Die Zuschauer hoffen darauf, dass die Sichtbedingungen verbessert werden“, weiß Tobias Zschieschick – möglichst zu den Krabatfestspielen im Sommer. (rgr)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/krabat-bekommt-eine-gaststaette-2714669.html


Neue Dachschindeln für Radweg-Schautafel

08.11.2013

Bröthen/Michalken.

Der Rasen am Rodelberg wurde gemäht, die Hecke am Friedhof beschnitten und für Ordnung am Containerstellplatz gesorgt. Was nach dem jüngsten freiwilligen Arbeitseinsatz von Ortschaftsräten und Einwohnern in Bröthen noch zu tun blieb, das haben Jens Wackermann und Gerd Gruben inzwischen auch noch erledigt.

Das Dach der Schautafel, die am Denkmal der Alten Ziegelei steht und einen Überblick über den Krabat-Radrundweg gibt, wurde erneuert. Am Tag des Arbeitseinsatzes war das wetterbedingt und zeitlich nicht mehr geschafft worden. Die Überdachung wurde mit Unterpappe und Schindeln verkleidet und somit für die nächste Zeit wetterfest gemacht. (rgr)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/neue-dachschindeln-fuer-radweg-schautafel-2704225.html


„Unterwegs in Sachsen“ widmet sich der Karpfenernte

50 Teiche werden in nur knapp zwei Monaten abgefischt. Oft setzen die Männer des Fischereibetriebs Ringpfeil einmal täglich um. Die Karpfenernte in der Traditionsregion wird in der Sendung „Unterwegs in Sachsen“ natürlich Schwerpunkt sein. Foto: Gemeinde Lohsa

Ein Filmteam hat sich in der Gemeinde umgeschaut. Gedreht wurde nicht nur an den Teichen.

28.10.2013

Für mehrere Tage weilte kürzlich ein Team des Landesfunkhauses Sachsen des mdr zur Recherche in Lohsa und Umgebung. Die Karpfenernte in den Teichen rings um Lohsa soll der Schwerpunkt einer geplanten Sendung sein. Auf Lohsa war das Team um Redakteurin Heike Riedel gekommen, weil zwar große Teile der Oberlausitzer Teich- und Heidelandschaft als UNESCO-Biosphärenreservat im mdr-Fernsehen schon wiederholt eine Rolle gespielt haben, jedoch nicht ihr westlicher Zipfel. Besonders angetan waren die Besucher von der Idee, dass man hier vier von fünf Seen mit Kanälen verbinden möchte (TAGEBLATT berichtete). „Das schafft für Wasserwanderer und Angeltouristen natürlich einen zusätzlichen Reiz, das schöne Fleckchen zu besuchen“, erklärte Lohsas Bürgermeister Udo Witschas dem Film-Team. Für Erstaunen sorgte auch, in welch kurzer Zeit die Männer des Fischereibetriebs Ringpfeil 50 Teiche abfischen konnten. Oft setzen sie an einem Tag mit ihren Fangnetzen um, um ihr Pensum zu schaffen. Ziehen die Fischer weiter, dann tritt der Naturschutzbeauftragte Herbert Schnabel auf den Plan und sucht nach Wasserpflanzen, Schnecken, Muscheln und Libellenlarven ab. Daran erkennt er, in welchem Zustand sich der Teich befindet.

Ein weiterer Drehort war die aus Lausitzer Steinen gebaute Bilderbuch-Ritterburg in Mortka mit dem Backofen, dem Verlies und den besonderen Ferienwohnungen. In Augenschein genommen wurden die Ausstellung über die verschwundenen Dörfer und die sehr gut ausgebauten Radwege. Auch der 1877 gegründete Männerchor und natürlich Krabat standen auf dem Besuchsprogramm der Film-Leute. (SaH/rgr)

Die Sendung „Unterwegs in Sachsen - zur Lohsaer Karpfenernte“ wird am 23. November von 18.15 bis 18.45 Uhr im mdr-Fernsehen ausgestrahlt.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/unterwegs-in-sachsen-widmet-sich-der-karpfenernte-2695969.html

Krabat (Wolfgang Kraus, als KRABAT touristischer Botschafter der Oberlausitz) wird bei der Entdeckung des "Alten Vorwerkes" und seiner Ländereien in Groß Särchen gezeigt. Begleitet wird er dabei von seinem Schreiber (Krabat-Biograph Hans-Jürgen Schröter).


Gedankenaustausch am Tourismusstammtisch

Lohsa

18.10.2013

Der Tourismusstammtisch in der Gemeinde Lohsa bietet den touristischen Leistungsträgern eine Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte mit anderen Leistungsträgern zu pflegen und neu zu knüpfen. Am Montag, dem 21. Oktober, findet dieser Stammtisch zum sechsten Mal statt. Veranstaltungsort ist die Gaststätte „Waldblick“ an der Drehnaer Straße im Ortsteil Driewitz. Los geht es um 18 Uhr.

Willkommen ist jeder, der sich über die Entwicklung des Tourismus im Territorium der Gemeinde Lohsa informieren, Anregungen einbringen und sich an der touristischen Entwicklung aktiv beteiligen möchte, heißt es in der Einladung der Gemeindeverwaltung. Geplant sind die Vorstellung des Online-Gastgeberverzeichnisses des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, eine Präsentation des neuen Touristikerforums auf der Homepage der Gemeinde Lohsa, die Vorstellung der neuen Angebote von „Erlebe Meister Krabat“ und eine offene Diskussionsrunde. (red/rgr)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/gedankenaustausch-amtourismusstammtisch-2688847.html


Der Mühle helfen und dabei lernen

Patricia Krahl und Mandy Tollmien wickeln zusammen eine Hopfengirlande. Foto: KD

Schüler im Berufsvorbereitungsjahr sammeln Praxiserfahrungen an der Krabatmühle in Schwarzkollm.

14.10.2013 Von Katrin Demczenko

Schüler eines Berufsvorbereitungsjahres (BVJ), die nach neun Pflichtschuljahren von Förderschulen kommen oder in allgemeinbildenden Schulen keinen Schulabschluss erreicht haben, brauchen oft besondere Anreize, damit sie gern lernen und arbeiten. Darum werden die Praktika, die die Schüler in Betrieben ihrer Wahl absolvieren, ergänzt von Projekten. Sie werden zum Beispiel organisiert von den Mitarbeitern der Außenstelle Haus II des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Hoyerswerda. Zu den Projektpartnern, bei denen die Jugendlichen tätig werden, gehört die Krabatmühle Schwarzkollm, die sich immer über fleißige Hände freut. Seit drei Jahren arbeiten beide Einrichtungen zum gegenseitigen Nutzen zusammen, erzählte der Sozialpädagoge des BSZ, Manfred Scheffler.

Doch ehe die Jugendlichen in der Mühle arbeiten, besuchen sie die Einrichtung und setzen sich mit der Figur Krabat auseinander. Diesen wichtigen Teil des Projektes übernehmen die Deutschlehrer des BSZ. Danach beginnt unter Anleitung des Praxisbegleiters der Schule, Knuth Domscheid, die Arbeit. Die Auszubildenden der Klasse Fachpraktiker Holz durften im Obergeschoss der Mühlenscheune unter Anleitung die Dielung und ein Geländer mitbauen und dabei ihre Kenntnisse unter Beweis stellen, erzählte Manfred Scheffler. Die Schüler der zweijährigen BVJ-Klasse 13 A schmückten vor einigen Tagen die Häuser der Krabatmühle für das diesjährige Erntedankfest. Die Jungen mit der Berufsorientierung Technik banden zuerst viele dicke gelbe Maiskolben zu Bündeln zusammen, die sie dann an dem langen Balkon des Haupthauses aufhängten. Dabei musste sich zum Beispiel Eric Pengitore auf Daniel Hofmann verlassen, der ihm die Leiter hielt. Patricia Krahl und Mandy Tollmien aus derselben Klasse mit der Berufsorientierung Hauswirtschaft/Ernährung und Agrarwirtschaft stellten eine große Hopfengirlande her, die in der Mühlenscheune aufgehängt wurde. Auch bei ihnen waren Teamgeist und handwerkliche Fähigkeiten gefragt, musste doch Patricia Krahl die Hopfenzweige zuschneiden und bündeln, damit Mandy Tollmien daraus die Girlande wickeln konnte. Mit einer Girlande aus Tannenzweigen und anderen Weihnachtsdekorationen werden die Schüler die Mühle im November schmücken.

Etwas Dauerhaftes schaffen

Aber die BVJ-Schüler und Auszubildenden im Haus II des BSZ sind auch an der Werterhaltung der Gebäude beteiligt, was bedeutet, die hölzernen Fassaden regelmäßig mit Firnis zu streichen. Diese Arbeit ist einfach und notwendig, wird aber dann zu etwas Besonderem, wenn die zu imprägnierenden Bretter aus dem Jahr 1853 stammen. Dann gehören sie nämlich zu einem denkmalgeschützten Wohnhaus aus Dubring, das demnächst auf dem Gelände der Krabatmühle wiedererstehen soll, erzählte Gertrud Winzer, Vorsitzende der Krabatmühle Schwarzkollm e.V. Die zum Haus gehörenden alten Steine haben die Schüler ebenfalls geputzt. Bei solchen Arbeiten erlernen sie Grundtugenden wie Geduld und Durchhaltevermögen, die sie in ihrem Arbeitsleben nach dem BVJ brauchen werden. Dann, so wünscht sich Mandy Tollmien, wird sie mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche Bäckerin lernen.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/der-muehle-helfen-und-dabei-lernen-2684940.html


Pilzvielfalt auf dem Erntedankmarkt

Regen Andrang fand am Sonnabend die Pilzausstellung der Ortsgruppe Wittichenau des Naturschutzbundes Sie zeigte 150 (!) frisch am Freitag bei Lohsa, Dubring und Uhyst gesammelte Pilzarten. Zum Erntedankmarkt gab es auch eine Auszeichnung: Einen 100-Euro-Scheck bekam Nora Libal (9) von der Trachtentanzgruppe Spohla von der Wittichenauer LVM (Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster). Das Geld dient jetzt zum Erhalt der Trachten in Spohla. Foto: Kirschke

Wittichenau und der Ortsteil Kotten waren am Wochenende Besuchermagnete: Am Freitag hatten die Innenstadt-Einzelhändler zum „Einkaufen im Feuerzauber“ eingeladen. Erstmals beteiligten sich fast alle Geschäfte an der Aktion. Besucher schauten und kauften nicht nur – sie schufen auch ein ganz spezielles Kunstwerk. Am Sonnabend boten über 50 regionale Erzeuger, Direktvermarkter und Händler beim Erntedank- und Kirmesmarkt in Kotten ihre Produkte an. Diese Tradition soll fortgesetzt werden.

13.10.2013 Von Andreas Kirschke

Über 50 regionale Erzeuger, Direktvermarkter und Händler aus Sachsen und Brandenburg hatten am Samstag zum dritten Erntedank- und Kirmesmarkt in der Krabat-Milchwelt Kotten ihre Stände aufgebaut. „Wichtig ist uns die Verbindung von Landwirtschaft und traditionellem Handwerk“, sagte Organisator Tobias Kockert, Geschäftsführer im Bereich Vermarktung der MKH Agrar Produkte GmbH Wittichenau. „Landwirtschaft und Handwerk gehören zusammen.“ Traditionell feiert Wittichenau am zweiten Sonntag im Oktober Kirmes. Der Erntedankmarkt am Tag zuvor in der Krabat-Milchwelt stimmt darauf ein. „Eine gute Idee ist das“, meinten Brigitte und Harry Sommnitz aus Wartha bei Königswartha. Erntedank ist für sie unter anderem Freude über die Ernte im eigenen Garten. Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Gurken, Möhren und sogar Kürbisse wachsen dort. „Bei uns verkommt nichts. Selbst restliches Brot wird getrocknet. Das geht an die Kaninchen“, schilderten sie und meinten, dass Erntedank für sie Wertschätzung für jedes einzelne Lebensmittel ist.

Für die Landwirte war 2013 ein sehr schwieriges Jahr. „Zunächst hielt der Winter lange an bis April. Dann kam ein trockener Mai. Im Juni folgte Starkregen mit Sturm, Hagel und Hochwasser“, schilderte Holger Schulz, Geschäftsführer Feldbau und Milchproduktion der MKH Agrar Produkte GmbH. „Wir können froh über eine durchschnittliche Ernte sein.“ Sie brachte dieses Jahr Erträge von rund 34 Dezitonnen pro Hektar Roggen, 45 Dezitonnen pro Hektar Wintergerste, 300 Dezitonnen pro Hektar Kartoffeln und 250 Dezitonnen pro Hektar Silomais. Allein bei den Kartoffeln fiel die Ernte um ein Drittel geringer aus als sonst. „Erntedank verbinde ich daher vor allem mit dem Dank an unsere 70 Mitarbeiter. Sie waren stets einsatzbereit. Sie ließen sich nicht entmutigen.“ Erntedank ist für Holger Schulz auch Dank an die rund 900 Verpächter. Sie überlassen der MKH Agrar Produkte GmbH rund 2500 Hektar Flächen um Wittichenau sowie zwischen Hoyerswerda, Liebegast und Groß Särchen. „Wir wollen ihnen zeigen, dass wir verantwortungsvoll mit ihren Flächen umgehen“, unterstrich der Geschäftsführer.

Vielfalt erfreute die Gäste. Die Teichwirtschaft Karsten Ringpfeil aus Wartha bei Königswartha bot frisch geräucherte Karpfen, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Wels und Stör an. „Wichtig ist uns, dass gute regionale Erzeuger zusammenarbeiten. Dafür steht die gemeinsame Initiative »Die Lausitz schmeckt«, meinte der Fischwirt.

Andrea Veltjens aus Burg im Spreewald. betreibt eine Marmeladen-Manufaktur. Extra zum Markt in Kotten hatte sie Holunder,- Hagebutten sowie Birnen-Ingwer-Marmelade zubereitet. Mit Erntekronen, Erntekränzen, Dekorationen und Gestecken erfreute der Kreislandfrauenverein Riesa-Großenhain. „Wir wollen den Markt als Tradition fortsetzen“, so Organisator Tobias Kockert . „Regionale Vereine und Handwerker können hinzukommen. Vorstellbar sind sorbische Trachtengruppen und traditionelles Handwerk wie Schmieden.“

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/pilzvielfalt-auf-dem-erntedankmarkt-2684177.html


4. Erntedank- und Kirmesmarkt in der KRABAT Milchwelt

Am 12.10.2013 findet der 4. Erntedank- und Kirmesmarkt in der KRABAT Milchwelt statt. Alle Gäste aus Nah und Fern sind herzlich eingeladen zu einem bunten Markttreiben mit allerei Waren und Leckereien, zu verschiedenen Kinderangeboten wie Hüpfburg und Kinderschminken, zum Kränze aus Getreide und Naturmaterialien binden. Und natürlich darf der Kirmeskuchen nicht fehlen!

Das KRABAT Milchwelt-Team freut sich auf Ihr Kommen!


Susanne Hose stellt Krabat-Buch vor

Bautzen / Budyšin

07.10.2013

Die Wissenschaftlerin Susanne Hose vom Sorbischen Institut stellt am Donnerstag ihr Buch „Erzählen über Krabat. Märchen, Mythos und Magie“ erneut vor. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Smolerschen Verlagsbuchhandlung, Tuchmacherstraße 27. Eingebunden in die Lesung ist ein Gespräch mit Professor Dr. Ludger Udolph, Leiter des Bereichs Slavische Literaturwissenschaft im Institut für Slavistik der Technischen Universität Dresden. (AK)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/susanne-hose-stellt-krabat-buch-vor-2679863.html


„Ernte ist nicht immer gleich“

Sie führten Sonnabend-Nachmittag durchs Programm. Der Schwarze Müller (Dieter Klimek), der junge Krabat (Ole Dobisch, 14, aus Weißig bei Oßling) und die junge Kantorka in Kirchgangstracht (Marie-Sophie Stephan, 15, aus Schwarzkollm) brachten den Gäste viel Wissenswertes zum Erntedank nahe. Foto: Kirschke

Vom Wert des täglichen Brotes erfahren. Das Erntedankfest in der Krabatmühle widmet sich auch der Kultur des Essens.

06.10.2013 Von Andreas Kirschke

Warme Farben zaubert der Herbst. „Gelb ist nicht mehr Gelb, Rot nicht mehr Rot, Grün nicht mehr Grün“, meint Christina Schuster, seit 1981 Gärtnerin mit Leib und Seele. „Der Herbst mit der Erntezeit zeichnet alles neu. Alle Kraft des Sommers ist in den Früchten gespeichert.“ Sonnabend, zum Erntedankfest in der Krabatmühle, empfängt die Inhaberin des Land,- Forst- und Gartenbaus „Kleiner Waschbär“ Laubusch am Eingang die Gäste. Heidekraut und winterharte herbstliche Stauden füllen ihre Tische, ebenso rauchfrische Rindersalami. „Ernte ist nicht immer gleich. Und ausreichend Nahrung ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt die Gärtnerin. Gerade das Erntedankfest erinnert daran, an die Kultur des Essens. „Es zeigt unsere Abhängigkeit von den Kräften der Natur. So fleißig wir auch sein mögen“, meint Christina Schuster. Zusammen mit dem Domowina-Regionalverband Handrij Zejler Hoyerswerda lädt der Verein Krabatmühle Schwarzkollm zum Fest ein. Finanzielle Unterstützung kommt von der Stiftung für das sorbische Volk. Eingebunden ist das Fest in den Tag der Regionen. Die Initiative „Die Lausitz schmeckt“ begleitet es. „Wir wollen an die Wertschätzung für die Ernte erinnern“, sagt Tobias Zschieschick, Vorsitzender des Vereins Krabatmühle e.V. Liebevoll und mit viel Mühe haben die Mitglieder die Erntekrone auf dem Hof gestaltet. Landwirtschaftliche Geräte wie Pflug und Egge sind mit Reisig umwickelt. Maiskolben hängen am Dach des Laubengangs. Kränze zieren die Mühlenscheune und Kürbisse die Tische.

Lebensfreude und Genuss

In der Schwarzen Mühle selbst können Gäste in der Dauerausstellung verschiedene Getreide-Sorten ertasten. Aus heimischen Zutaten hat der Verein zudem Kürbissuppe, Hochzeitssuppe und Gulaschsuppe zubereitet. Ein Kraftakt ist das Fest für den 106 Mitglieder starken Verein. Erntedank kennt der Vorsitzende tief aus der Kindheit. Dem Großvater und später dem Vater gehörten in Bröthen rund sieben Hektar Land. Dort bauten sie Kartoffeln, Mais, Futterrüben, Mohrrüben und weitere Kulturen an. „Wir hatten 13 Kühe. Bis 2008 betrieb mein Vater noch Landwirtschaft“, sagt Tobias Zschieschick. Mit heutigem Abstand ist er froh und dankbar, das noch erlebt zu haben. Denn so kann er die Ernte umso mehr wertschätzen. „Sie zeigt uns, was der Herrgott hat wachsen und gedeihen lassen“, sagt Imker Johannes Scholze aus Cunnewitz. Seit 1996 betreibt er seinen „Bienenhof Regina“. Zum Erntedankfest in der Krabatmühle kommt er gern. „Gerade hier zeigt sich die hohe Qualität regionaler Produkte. Wir sind eine Vermarktungsgemeinschaft heimischer Produzenten. Wir arbeiten eng zusammen in der Initiative ´Die Lausitz schmeckt´“, betont der Imker. Immer wieder scharen sich Sonnabend Gäste an seinem Stand. „Gerade bei uns Katholiken ist das Erntedankfest tief verwurzelt. Es zeigt die Dankbarkeit für eine gute Ernte“, sagt Agnes Bauer (84) aus Frankfurt am Main. „Es ist jedoch auch ein Fest der Lebensfreude und des Lebensgenusses.“ Zum ersten Mal ist sie in der Krabatmühle. Sohn Markus begleitet sie. Seit 14 Jahren lebt er in Görlitz. Als sehr authentisch nimmt er die Krabatmühle wahr. „Ein sehr schöner Ort mit viel Atmosphäre“, unterstreicht er. Das finden auch die drei Zimmermanns-Wandergesellen Florian Weiß aus Kempten, Nikolai Büttler aus Oppenweiler bei Stuttgart und Daniel Burg aus Hamburg. Seit einer Woche sind sie hier. In der Mühlenscheune haben sie das Treppengeländer gezimmert. Zum Erntedankfest helfen sie Sonntag beim Bierausschank. „Durch ihre Offenheit und Zugänglichkeit finden sie leicht Kontakt“, freut sich Tobias Zschieschick über die Mithilfe.

Zufrieden mit der eigenen Ernte

Viel Kultur begleitet das Erntedankfest. Dafür sorgen Samstag zum Einstieg die Crostwitzer Blasmusikanten. Der Schwarze Müller (Dieter Klimek), der junge Krabat (Ole Dobisch, 14, aus Weißig bei Oßling) und Kantorka (Marie-Sophie Stephan, 15, aus Schwarzkollm) führen durchs Programm. Im Gesindehaus erfreuen Henry und Gabriele Flecks mit einer Märchenstunde. Später musiziert das Akkordeon-Orchester „Sunshine“. Sonntag folgt auf den Gottesdienst ein vielfältiges Programm. Die Blaskapelle Horjany, die Folkloregruppe Lohsa, die Sorbische Volkstanzgruppe Zeißig, die Brauchtumsgruppe Krabat e.V. Schwarzkollm und die Baschützer Blasmusikanten wirken mit. „Erntedank heißt für mich Genügsamkeit. Mit dem zufrieden sein, was wir ernten“, sagt Marie-Sophie Stephan. Die Familie selbst baut auf einem kleinen Feld noch Kartoffeln, Runkelrüben und weitere Kulturen an. So kann auch Marie-Sophie Stephan wie Tobias Zschieschick den Wert des Erntedanks mitempfinden.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/ernte-ist-nicht-immer-gleich-2678956.html


Der bundesweite Aktionstag „Tag der Regionen“ setzt sich wieder für die Stärken der Regionen ein.

Im Aktionszeitraum vom 27. September bis zum 13. Oktober werden die Potentiale und Chancen regionaler Wirtschaftskreisläufe eindrucksvoll präsentiert. Dabei ist das größte Anliegen, möglichst große Teile der Bevölkerung mit den Vorteilen nachhaltigen regionalen Wirtschaftens vertraut zu machen, so dass sich dies in den alltäglichen Kaufentscheidungen niederschlägt. Die Sensibilisierung für regionale Produkte soll die Wertschätzung unserer Kulturlandschaft, das WIR-Gefühl sowie die Vielfalt in den Regionen stärken.

Der „Tag der Regionen“ bietet eine ideale Plattform zum Informations-, Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie zur Vernetzung regionaler Akteure.

Das Jahresmotto 2013 lautet „Aus der Region, für die Region – Welt der kurzen Wege und die Themenbereiche der Aktionen reichen von regionalen Produkten, regionalem Handwerk, regionalen Dienstleistungen bis hin zu erneuerbaren Energien.

Wer noch eine Aktion zum Tag der Regionen durchführen möchte, kann diese noch bis zum 27. September anmelden. Das Anmeldeformular sowie ein ausführliches Veranstaltungsheft mit mehr als 100 Aktionen in Sachsen können Sie unter folgendem Link downloaden:

http://www.tagderregionen-sachsen.de/index.php

Im Freistaat Sachsen wird der „Tag der Regionen“ durch das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. und dem Kooperationspartner Christlich Soziales Bildungswerk Sachsen e.V. im Auftrag und mit Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft koordiniert.

Zahlreiche Veranstalter in der Region "OHTL" und der KRABAT-Region nutzen den Aktionstag, um auf ihre regionalen Produkte oder Initiativen aufmerksam zu machen. Eine Übersicht über die Veranstaltungen im Rahmen der Aktion „Tag der Regionen“ in der KRABAT-Region finden Sie hier.


Ein Insektenhotel für die schwarze Mühle

Gruppenbild mit Krabatmühle: Der Rotary Club Kamenz hat seit Jahren eine enge Partnerschaft mit der Behindertenwerkstatt St. Michael in Panschwitz-Kuckau. Jetzt ermöglichte man den Gehandicapten einen Besuch in Schwarzkollm. Gemeinsam errichtete man ein Insektenhotel am Krabat-Rundweg. Fotos: privat

Der Rotary Club Kamenz und die Behindertenwerkstatt Panschwitz-Kuckau waren auf Exkursion in Schwarzkollm.

16.09.2013 Von Frank Oehl

Die Krabatsage ist eine zauberhafte Geschichte. Lange vor Harry Potter werden Müllersburschen zu Raben, bleiben Kutschen an Kirchtürmen hängen und geschehen auch sonst Zeichen und Wunder aller Art. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern offenbar auch in der Gegenwart. Ein Beispiel gefällig? Wo in Schwarzkollm vor acht Jahren nur eine grüne, feuchte Wiese war, steht jetzt ein fast fertiger Lausitzer Vierseithof – mit der Krabatmühle. Über diese unglaubliche Wandlung in unglaublich kurzer Zeit ließen sich jetzt der Rotary Club Kamenz und Vertreter der Behindertenwerkstatt St. Michael, mit der die Rotarier seit Jahren besonders verbunden sind, aus erster Hand informieren – von Gertrud Winzer persönlich.

Die „Mutter der Mühle“ hat dereinst als Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde, die inzwischen als Ortsteil zu Hoyerswerda gehört, und danach für den Verein Krabatmühle Schwarzkollm mit ihrem Elan die Menschen für eines der schönsten Projekte in der Lausitz begeistert. Diesen Enthusiasmus vermittelte die Seniorin jetzt auch den Gästen aus Kamenz und Panschwitz. „Wie oft habe ich in Dresden, wo ich Fördermittel einwarb, gehört: Wer glaubt schon an Krabat? Wer soll schon wegen Krabat nach Schwarzkollm kommen? Heute fragt das niemand mehr.“ Der große Parkplatz vor der Mühle ist vor allem an den Wochenenden gut belegt. Immer wieder fahren Busse vor mit Fans der Krabat-Sage und vor allem des Films von 2008. Und die Krabatfestspiele dieses Jahres waren schon Monate vorher restlos ausverkauft. „Wir haben hier absolut den Nagel auf den Kopf getroffen“, sagt die Vereinschefin bescheiden und stolz zu gleich.

„Komm nach Schwarzkollm zur schwarzen Mühle“– so lockt der böse Müller die Gesellen zu sich, um sie nie wieder ziehen zu lassen. Wer heute dem Lockruf folgt, kann frei entscheiden, was er mit der Sage und ihrer Zeitenwirkung anfangen will. Da ergeht es ihm zum Beispiel wie jenen mehr als 100 Tippelbrüdern, die hier vor ein paar Jahren aufschlugen und gegen alle Skepsis der Fördermittelgeber einfach mit ihrer Zimmermannsarbeit begannen – und das Laubengang-Haus mit Bauernstube und Besucherzentrum errichteten. Später kamen weitere umgesetzte, denkmalgeschützte Gebäude hinzu, wie die Mühle aus Saalau, die zahlreiche Originalrequisiten des Krabat-Filmes enthält und mit ihrem Klack-Klack den Ton angibt – auch ohne wasserrechtliche Genehmigung. Winzer: „Immer, wenn es Schwierigkeiten gab, gab es auch eine wundersame wie hilfreiche Begegnung. Heute heben wir das Wasser auch mit einem gespendeten Windrad und lassen es oberschlächtig laufen. Ist sowieso viel attraktiver.“

Die Gäste aus Kamenz und Panschwitz kamen aus dem Staunen nicht heraus. Sie wanderten auch auf dem Krabat-Lehrpfad und beteiligten sich selbst am wundersamen Aufbauwerk. Sie errichteten ein „Insektenhotel“, wie es sich die Vereinschefin erträumt hatte. Ein Dach war vorhanden, die Behinderten aus der Werkstatt zimmerten das große Gestell und sammelten Material zum Befüllen. Unter Leitung von Rotary-Mitglied Andreas Bathow wurde jetzt in einer reichlichen Stunde das Werk vollendet, und viele packten mit an – von Libellen beobachtet. Haben sich damit etwa schon die ersten Hotelgäste angekündigt?

Die Exkursion des Rotary-Clubs mit ihren Paten aus der Behindertenwerkstatt hat Tradition. Im vergangenen Jahr war man zum Beispiel auf dem Kamenzer Flugplatz, wo den Gehandicapten sogar ein Flugerlebnis gespendet wurde. Auch diesmal gab es mit den Rotariern schöne Stunden – bei Kaffee und Kuchen und einer zünftigen Vesper am Abend. Der 25-köpfige Rotary Club aus der Lessingstadt engagiert sich in vielerlei Hinsicht sozial. Am sichtbarsten wird dies freilich im freundschaftlichen Umgang mit den Paten aus der Behindertenwerkstatt. Hier pflegt vor allem Andreas Bathow die besonders engen Kontakte. Das hat gewiss etwas mit Einsatz und viel Empathie zu tun – und weniger mit Magie. Schon gar keiner schwarzen ...

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/ein-insektenhotel-fuer-die-schwarze-muehle-2664668.html


BUCHVORSTELLUNG mit Dr. Susanne Hose "Erzählen über Krabat" - Märchen, Mythos und Magie

Foto: Lusatia Verlag

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Lusatia Verlag

Kurzbeschreibung

Krabat, der Zauberer, ist heute die prominenteste Lausitzer Märchen- und Sagengestalt. Die Volkserzählungen berichten von einem, der in einer Schwarzen Schule das Zaubern erlernte und danach seine Kunststückchen größtenteils zum Wohle anderer anwandte. Im Vergleich zu den verbreiteten Sagen über Teufelsbündner, Hexen und Schwarzkünstler wirkt jener überwiegend positive Leumund allerdings verwunderlich. Die Angst der Menschen vor übersinnlichen Kräften und Dämonen war groß und das Erzählen über das Eindringen von Geistern in den Alltag weitverbreitet. Kirchliche und staatliche Behörden versuchten, das "abergläubische Geschwätz" zu unterbinden mit der Folge, dass einige einst grimmige Gestalten verharmlost wurden. Ein Bedeutungswandel, der auch in den Krabatsagen nachweisbar ist. Schließlich zeigen die literarische Bearbeitung des Stoffes im 20. Jahrhundert ebenso wie die Geschehnisse in der KRABAT-Region seit Beginn des 21. Jahrhunderts, dass das "Erzählen über Krabat" entsprechend der jeweils vorherrschenden Medien - Buch, Bild, Spiel und Web - immer wieder neue Formen annimmt.

Frau Dr. Susanne Hose ist seit 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sorbischen Institut im volkskundlichen Bereich tätig und hat bereits verschiedene Publikationen zu volkskundlichen Themen veröffentlicht.

Quelle: www.bautzen.de/stadtbibliothek.asp


Theatergruppe zeigt, wie es früher in Groß Särchen zuging

Das „Theater von‘s Dorf“ ließ das Groß Särchen von vor 60 Jahren aufleben, Original-Requisiten inklusive. Foto: Elvira Hantschke

Die Aufführung war ein Höhepunkt des 8. Hoffestes in Krabats Neuem Vorwerk. Viel Abwechslung gab es für die Festgäste. Ein Lied wird besonders im Gedächtnis bleiben.

02.09.2013 Von Elvira Hantschke

Am Wochenende war Krabats Neues Vorwerk Schauplatz des 8. Hoffestes. Zahlreiche Besucher kamen – die Organisatoren konnten sich am Sonntagabend zufrieden zurücklehnen. Schön war es wieder und sehr unterhaltsam.

Schon am Samstagnachmittag zum „sagenhaften“ Kinderfest herrschte reger Trubel. Monika Wagner und Marita Schattel (sie schlüpfte in die Rolle des Schneewittchens) hatten im Vorfeld in einer kleinen Arbeitsgruppe Ideen und Preise für das Kinderfest gesammelt. Auch die Mitglieder der Groß Särchener Feuerwehr waren mit ihrem Fahrzeug auf dem Festplatz. Bestens unterstützt wurden die Vorbereitungen von der Handwerkergruppe des Heimatvereins. Sie hatten Holzscheiben vorgefertigt, worauf die Kinder mit Bleistift ihren Namen schreiben konnten. Diesen brannten die Handwerker mit dem Lötkolben fest ein. Ein schönes Mitbringsel vom Hoffest 2013. Preise gab es reichlich, zum Beispiel beim Sackhüpfen und am Märchenglücksrad. Dreimal rief Krabat die Kinder zur Märchenerzählrunde.

Die Schlange am Schminktisch riss nicht ab und Bilder wurden gemalt – viele schöne Motive wählten die Kinder aus. Die Bilder wurden dann in der Kaffee- und Kuchenscheune aufgehängt, und alle Festbesucher konnten für ihren Favoriten abstimmen. Als beste Malerin wurde Sophie Gahno aus Wartha gleich für zwei Bilder gewählt. Am Abend legte DJ Roland Wehner auf, als Überraschungsgast unterhielt ein Andrea-Berg-Double die Tanzgäste und erntete reichlich Applaus.

Zum sonntäglichen Festgottesdienst war der Hof wieder gut gefüllt. Aufmerksam lauschten die Anwesenden den Worten von Pfarrer Dietmar Neß. Ein geselliger Frühschoppen schloss sich an. Mittagessen gab es aus „Kurtes Erbsenkanone.“ Schnell bildete sich eine Schlange Hungriger, „bewaffnet“ mit Töpfen.

Alle Plätze besetzt

Zum Nachmittagsprogramm war kein Platz mehr frei im Zelt. „Nächstes Jahr brauchen wir aber ein größeres Zelt!“, riefen einige in die Runde. Zur Eröffnung sangen die Mitglieder des gemischten Chores des Heimatvereins. Ihnen schlossen sich die Musiker der Schalmeienkapelle mit einem stimmungsvollen Auftritt an. Stehend erklatschte sich das Publikum noch eine Zugabe. Die Tanzmädchen des Lessing-Gymnasiums Hoyerswerda erfreuten unter anderem mit Jazzdance und waren dabei wunderhübsch anzuschauen.

Danach sollte es zu einem letzten Höhepunkt des 8. Hoffestes kommen. Das „Theater von’s Dorf“ überrascht das Publikum traditionell jedes Jahr zum Hoffest sowie mit einem Weihnachtsstück. Aber diesmal haben sich die Laienspieler selbst übertroffen. Vielleicht war es ja auch das Thema des Stückes, welches Ingrid Stiller auswählte. Das Stück spielte vor 60 Jahren im Ort Groß Särchen und rief beim Publikum so allerhand Erinnerungen aus dieser Zeit hervor. Es begann mit einem handfesten Streit zwischen Eheleuten um ein neues Kleid. Der Ehemann liest nebenbei in einer 60 Jahren alten Zeitung: „Die DSF (Deutsch-Sowjetische Freundschaft) trägt erste Früchte… na, dieses Obst möchte ich sehen.“ Eine erste Lachsalve rollte durch das Zelt, weitere folgen.

Erfrischende Dialoge

Es ging um Mangelware; kleine Bestechungen laufen ab, um an Futtermittel heranzukommen. Herrlich erfrischend wurden die Defizite aus dieser Zeit vorgeführt. Der Bürgermeister war genervt, weil er als letzter vom geplanten Sommerfest erfahren sollte. Für die Bereitstellung einer Festwiese bot er der Bäuerin Pauline Dachpappe und Nägel. Der Kulturverantwortliche aus Berlin erhielt eine Dreiecksbadehose, himmelblau mit weißem Rand, um im Knappensee baden zu gehen. Letztendlich schenkt er den Groß Särchenern ein Lied, „das Knappenseelied“.

Und dieses wurde abschließend gemeinsam mit den Akteuren, dem Chor und dem Publikum gesungen. Dieses 8. Hoffest traf tief in die Herzen der Macher und Besucher, so dass alle mit Freude beseelt nach Hause gingen und sicher noch lange davon erzählen werden.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/theatergruppe-zeigt-wie-es-frueherin-gross-saerchen-zuging-2653898.html


Finissage mit Modenschau am Miltitzer Steinbruch

Die Modenschauen der Kamenzer Designerin Anne Hasselbach sind bereits Kult in der Region. Wie hier zu einem verkaufsoffenen Sonntag in Kamenz, finden die Aktionen stets große Resonanz. Dies dürfte am Sonntag ab 15 Uhr auch am Steinbruch in Miltitz der Fall sein. Die Finissage der Internationalen 8. Bildhauertage beginnt bereits um 11 Uhr mit einem Jazz-Frühschoppen. Foto: A. Hasselbach ©- keine angabe im hugo-archivsys

Nebelschütz / Njebjelèicy

Die 8. Bildhauertage am Steinbruch in Miltitz gehen am Wochenende offiziell zu Ende.

30.08.2013

Der Veranstalter Steinleicht e.V. und die Gemeinde Nebelschütz laden zur Finissage der 8. Internationalen Bildhauerwerkstatt am Steinbruch Miltiz ein. Sie findet am Wochenende statt, wobei der für den heutigen Sonnabend angekündigte afrikanische Abend leider ausfallen muss. Stattfinden werden die Aktionen am Sonntag. Um 11 Uhr startet ein Frühschoppen mit Jazz-Musik der Band „schwarz-weiß“, und um 15 Uhr beginnt eine Modenschau mit der Kamenzer Künstlerin und Designerin Anne Hasselbach. Sie wird musikalisch untermalt von der Gruppe „Sprjewjan“. Außerdem gibt es Kaffee, Kuchen und Deftiges aus der Feldküche. Die Modenschau, so Anne Hasselbach, wird sich nicht auf Extravakantes wie zum Beispiel auf dem Messelaufsteg der WIR beschränken, sondern durchaus auch Alltägliches zeigen. „Die Modenschau wird durch einen Benefizverkauf ergänzt. Ein Teil des Erlöses geht zugunsten des Vereins Steinleicht.“ Auch eine handgefertigte Schmuckkollektion und alle Teile des Mode-Labels Nachtfalter würden einmalig zu Schnäppchenpreisen angeboten, so die Künstlerin. „Der Verein baut sogar extra einen Laufsteg auf, was die ganze Sache natürlich aufwertet.“ (SZ)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/finissage-mit-modenschau-am-miltitzer-steinbruch-2652322.html


Der wahre Krabat - wie er wirklich lebte

Gemeinsam mit dem Krabatdarsteller Wolfgang Kraus erzählt Hans-Jürgen Schröter (vorn) die wahre Lebensgeschichte des Krabat Foto/Montage: Foto- u. Werbestudio Metzner Wittichenau

24. August 2013 - 11:00 – Redaktion

Kamenz

Dass es ihn wirklich gab, den Sagenhelden Krabat, steht für den Wittichenauer Hans-Jürgen Schröter (54) unumstößlich fest, denn er hat in den vergangenen fünf Jahren sein wahres Leben erforscht. So ist inzwischen für den Genealogen (Familienforscher) klar: Krabat wurde 1624 in einem kleinen Bergdorf der Gespannschaft Agram, dem heutigen Zagreb in Kroatien, geboren.

Aus den Eintragungen im Wittichenauer Totenbuch geht zudem hervor, dass er ein Militär im Range eines Obrist (Oberst) war. Für seine Verdienste bekam er vom sächsischen Kurfürsten das Vorwerk Groß Särchen geschenkt, auf dem er am 29.5.1704 im Alter von 80 Jahren verstarb. Zuvor diente er unter vier Kurfürsten am Dresdner Hof, am Ende unter August dem Starken. Wie war Krabat und wie kam er zu dieser sagenhaften Berühmtheit - Hans-Jürgen Schröter beschreibt ihn so: „Er war ein äußerst treuer Leibgardist und sah den Personenschutz als seine Lebensaufgabe. Er achtete die Menschen und lebte in Mildtätigkeit und Menschlichkeit. Würde ich ihm heute begegnen, ich glaube, ich würde den Hut vor ihm ziehen.“

Nur so lässt sich auch erklären, dass so viel aus dem Leben von Krabat, oder Johann von Schadowitz, überliefert ist, denn bei seinen Forschungen stellte Hans-Jürgen Schröter mit seinem Team fest: Die beinahe unzähligen Geschichten und Erzählungen über den bekanntesten Zauberer der Oberlausitz und Freund der Sorben beinhalten weit mehr als nur ein Körnchen Wahrheit aus dem echten Leben des Krabat. Er muss also durch sein Wesen wirklich viel Eindruck bei den Menschen hinterlassen haben, dass man sich seine Lebensgeschichte in den Wirtshäusern der damaligen Zeit immer wieder erzählt hat und aus diesen Überlieferungen die Sagen entstanden.

Jetzt wagen Hans-Jürgen Schröter und seine Truppe den ersten Schritt in die Öffentlichkeit, auch wenn die Untersuchungen noch nicht beendet sind: „Derzeit erforschen wir intensiv Krabats Kinder- und Jugendzeit. Bis wir seinen Lebenslauf vervollständigen können, werden noch zwei oder drei Jahre vergehen, dann wird es vielleicht auch ein Buch geben.“ Aber so lange müssen alle Interessierten der Region nicht warten, denn ab Ende August gibt es eine Veranstaltungsreihe mit der Darstellung von fünf Episoden aus dem wahren Leben des Krabat, der zu diesem Namen übrigens durch seine Herkunft kam: Aus Krabatien, wie man Kroatien damals nannte, stammte er.

Die Termine:

30.8.2013, 19.30 Uhr Neues Vorwerk, Groß-Särchen
4.9.2013, 19.30 Uhr „Zum Goldenen Lamm“ Wittichenau
7.9.2013, 19.30 Uhr Neues Vorwerk, Groß-Särchen
12.9.2013, 19.30 Uhr „Zum Goldenen Lamm“ Wittichenau
14.9.2013, 19.30 Uhr Neues Vorwerk, Groß-Särchen
23.9.2013, 19.30 Uhr Krabat-Mühle, Schwarzkollm
26.9.2013, 19.30 Uhr Krabat-Mühle, Schwarzkollm
Einlass jeweils 19.00 Uhr, Platzbeschränkung auf 50 Personen je Veranstaltung

Weitere Informationen unter www.meister-krabat.de

ku

Quelle: www.mitteilungsblatt-bischofswerda.de/Das-Leben-von-Krabat


Wie Musik aus dem Ziegenfell klingt

Florian Kaulfürst aus Bautzen spielt im Film den Krabat – und den Dudelsackbauer. Bereitwillig erläutert er hier den Kindern das Instrument Schleifer Dudelsack Kozol aus Ziegenfell. Teilnehmer wie Emi Pannasch (10) aus Mulkwitz (Zweite. von links) und Fritz Funda (10) aus Rohne (ganz links) hörten ihm gespannt zu. Foto: Andreas Kirschke

Teilnehmer eines Schüler-Camps in Schwarzkollm erstellten für das Dudelsackfestival 2014 in Schleife einen Werbefilm. Premiere hat er im Internet.

23.08.2013 Von Andreas Kirschke

Qualität braucht enorm Zeit, Geduld und Ausdauer. „Ihr sollt euch gegenseitig ansehen, Interesse zeigen, keine Schatten produzieren“, fordert Michael Ziesch, Leiter des Regionalstudios Bautzen der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK), von den Schülern immer wieder ein. In der Tischlerei Helmut Naumann in Schwarzkollm drehen sie Szenen für einen Werbefilm für das 7. Internationale Dudelsackfestival, das in Schleife vom 21. bis 22. Juni 2014 ausgerichtet wird.

Während eines einwöchigen Filmcamps entsteht der Streifen. 13 Schüler im Alter von zehn bis 13 Jahren aus der Mittelschule Schleife und dem Sorbischen Gymnasium Bautzen nehmen teil. „Ein kurzer Abenteuerfilm soll es werden. Rund zehn Minuten lang. Er soll Interesse wecken für den Schleifer Dudelsack und für die Schleifer Region“, unterstreicht Juliana Kaulfürst, Initiatorin und Organisatorin des Filmcamps. Seit 2010 ist sie im Auftrag des Domowina-Regionalverbandes Weißwasser-Niesky Koordinatorin für sorbische außerschulische Projekte im Schleifer Kirchspiel. Das Filmcamp organisiert sie in Zusammenarbeit mit dem SAEK.

Geheimnisvoll geht es im Film zu. Kinder finden unverhofft einen Zauberspruch Krabats. In einem alten, ausgedienten Dudelsack taucht das Schriftstück auf. Beim Gerber und beim Dudelsackbauer lassen sich die Kinder einen neuen Dudelsack fertigen. Sie wollen Krabats Zauberspruch testen. „Sie wollen wissen, ob er in einem neuen Dudelsack tatsächlich noch wirkt. Schon Krabat konnte laut Drehbuch die Menschen mit dem Dudelsack verzaubern“, sagt Juliana Kaulfürst. Ab Herbst soll der Werbefilm, der komplett in Obersorbisch mit deutschen Untertiteln entsteht, im Internet zu sehen sein. In aller Welt wirbt er dann für den einzigartigen Schleifer Dudelsack, den „kozo³“ aus Ziegenfell.

Wie der Film verläuft das gesamte Camp weitgehend sorbisch. Lernen doch die meisten Kinder die Sprache schon durchgängig seit Kindergarten und Grundschule. Muttersprachler wie Erzieherin Bernadett Lange aus Cunnewitz unterstützen das Camp als Betreuer. Im Film spielt sie die Oma. Andere Muttersprachler übernehmen weitere Rollen. Michael Bresan aus Nucknitz spielt den Gerber. Florian Kaulfürst aus Bautzen verkörpert gleich zwei Rollen: den Dudelsackbauer und Krabat. Klasse findet er die Idee des Filmcamps.

„Wir lernen besser Sorbisch zu sprechen“, sagtt die zehnjährige Emi Pannasch aus Mulkwitz. „Wir lernen neue Wörter wie «Sæerpnosæ» (Geduld) kennen.“ Ohrenspitzend vernimmt sie Begriffe zum Schleifer Dudelsack. Florian Kaulfürst als Dudelsackbauer nennt entsprechende Wörter. „Und woher kommt das Fell?“, fragt Vivian Badendick, zwölf Jahre, aus Rohne im Film. „Wot garbara“ (vom Gerber), erwidert Florian Kaulfürst. Im Film spielt Vivian eine Schülerin. Ihre Freundin Vivien Nitsche aus Weißwasser spielt die Lehrerin. Deren Ausflug mit Schülern führt in die Werkstatt des Dudelsackbauers. Mit Lampenfieber stehen sie vor der Kamera. Sorbisch lernen sie seit den frühen Kindheitstagen.

So geht es auch Leon-Tom Dollan (10) aus Mulkwitz. Er kommt in die 5. Klasse in der Mittelschule Schleife. „Wir müssen viel im Team arbeiten. Es gibt auch sehr lustige Szenen“, sagt der Mulkwitzer über das Filmcamp. An jenem Morgen hält er als Kameramann für Regisseur Michael Ziesch das schwere große Stabmikrofon. „Wir haben Freude am Filmdrehen und am Schauspiel“, so Emi Pannasch. Im Werbefilm für das Dudelsackfestival spielt sie zusammen mit Fritz Funda, zehn Jahre, aus Rohne und den jeweils elfjährigen Mädchen Michelle Mehl aus Weißwasser und Isabell Franz aus Schleife die „vier Fragezeichen“. In zehn der insgesamt 15 Szenen wirken sie mit. An dessen Ende kommen sie Krabats Zauberspruch auf die Spur.

www.dudelsackfestival-schleife.com

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/wie-musik-aus-dem-ziegenfell-klingt-2647451.html


Touristischer Botschafter der Oberlausitz Wolfgang Kraus (KRABAT) & Krabat-Biograph und Genealoge Hans-Jürgen Schröter starten gemeinsame choreografische Erzählabende zum wahren historischen KRABAT

Der Anfang wird Ende August in KRABATs Neuem Vorwerk in Groß Särchen gemacht.

Die Erzählungen geben nicht den bereits bekannten Sagenstoff wider, sondern sind vielmehr eine choreografische Aufarbeitung von historisch nachgewiesenen Tatsachen und Ereignissen rund um die Person des Krabaten Janko Šajatovič, der in der Gaspanschaft Agram in Kroatien gebürtig war. 5 Episoden aus seinem Leben werden an jedem Abend erzählt.

Veranstaltungstermine:

17.08.2013 - Fledermausschloss Weißig (Ausverkauft als geschlossene Veranstaltung)
30.08.2013 - KRABATs Neues Vorwerk Groß Särchen
04.09.2013 - Gaststätte/Hotel "Zum Goldenen Lamm" Wittichenau
07.09.2013 - KRABATs Neues Vorwerk Groß Särchen
12.09.2013 - Café "Schwupp" Wittichenau
14.09.2013 - KRABATs Neues Vorwerk Groß Särchen
23.09.2013 - Krabat-Mühle Schwarzkollm
26.09.2013 - Krabat-Mühle Schwarzkollm 

Beginn ist jeweils 19:00 Uhr.
Weiter Termine folgen im Fledermausschloß Weißig.

Den Programminhalt können Sie hier downloaden.

Und hier gehts direkt zum Anmeldeformular.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.meister-krabat.de 


8. Hoffest auf KRABATs Neuem Vorwerk am 31.08. bis 01.09.2013

KRABATs Neues Vorwerk lädt zum 8. Hoffest in Groß Särchen am Knappensee ein. Samstagnachmittag beginnt die Veranstaltung mit der Kaffeetafel und dem großen Kinderfest mit Spiel, Spaß und vielen Überraschungen. Am Abend erwartet die Gäste ein buntes Programm auf dem Vorwerk. Für das leibliche Wohl ist an allen Tagen gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Krabats Neues Vorwerk
Hauptstraße 21
02999 Lohsa OT Groß Särchen

Veranstalter: Krabat Dorfclub & Heimatverein Groß Särchen e.V.

 


www.meister-krabat.de jetzt online!


Einladung zur 8. Internationalen Bildhauerwerkstatt „Am Krabatstein“

7. Internationale Bildhauerwerkstatt 2012: Kindergartengruppe vom Integrationskinderhaus „Langes Gässchen“ aus Kamenz postiert sich vor Fernseher aus Granit, Foto: Helmut Schippel

Der Verein „Steinleicht“, die Gemeinde Nebelschütz und der Krabat e.V. laden herzlich zur diesjährigen 8. Internationalen Bildhauerwerkstatt vom 19.08. bis 01.09.2013 „Am Krabatstein“ in Miltitz ein. Diese Veranstaltung ist in den vergangenen Jahren ein fester Bestandteil des Kulturkalenders der Oberlausitz geworden und findet seit 2006 alljährlich im Steinbruch bei Miltitz statt. Regionale, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler wirkten in der Vergangenheit jedes Jahr zwei Wochen im Steinbruch. So entstanden beeindruckende Skulpturen aus Granit, Sandstein, Holz aber auch Metall, an denen man sich in der Region Kamenz an mehreren Punkten erfreuen kann.

Viele Förderer und Sponsoren haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Bildhauerwerkstatt zu einer gelungenen Veranstaltung mit überregionaler Bedeutung geworden ist. Die Finissage findet am 01. September 2013 ab 11.00 Uhr am Krabatstein statt. An diesem Abschlusstag werden die Veranstalter, im Rahmen einer Führung ab 10.00 Uhr, die in diesem Jahr entstandenen Kunstwerke und Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler präsentieren und bei einem Imbiss über das Projekt und seinen Standort sprechen.

Kontakt: Gemeinde Nebelschütz, Hauptstr. 9, 01920 Nebelschütz,
Tel: 03578 301006, www.nebelschuetz.de


500 Besucher beim Krabatmühlen-Kino

Schwarzkollm

19.08.2013

Etwa 500 Besucher waren in den vergangenen Tagen beim Open-Air-Kino auf dem Gelände der Krabatmühle. Bestbesuchtester Tag war der Samstag, als die Komödie „Sushi in Suhl„ von etwa 200 Besuchern gesehen wurde. „Wir sind zufrieden“, sagte Tobias Zschieschick gestern auf Nachfrage. „Wir hatten auch Glück mit dem Wetter.“ Das Open-Air-Kino fand in diesem Jahr erstmals an vier Abenden hintereinander statt, nicht wie zuvor verteilt über mehrere Wochenenden.

Zu sehen gab es seit Donnerstag „Sushi in Suhl“, „Krabat“, „Dirty Dancing“, sowie den Streifen „Die Schwarze Mühle“. Besonders froh ist Zschieschick über die Unterstützung von Gerd Sprecher, dem Chef des Cine-Motion-Kinos, der die Filme ausstrahlte. Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage geben, in welcher Form ist noch nicht klar, so Zschieschick. (hl)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/500-besucher-beim-krabatmuehlen-kino-2644282.html


Guck mal, ich bin ein Forstfestkind

Aufregung gehört zum Forstfestumzug einfach dazu. Und dass man weiß, wo die Eltern und Großeltern am Rand stehen und man winken muss.Foto: Matthias Schumann © es gelten meine agb.

Über 900 Kamenzer Mädchen und Jungen zogen gestern durch die Stadt. Tausende Gäste sahen zu.

19.08.2013 Von Ina Förster

Forstfestmontag in Kamenz. 11 Uhr. Die Straßen sind wie leer gefegt am Vormittag. Hier und da herrscht bereits absolutes Halteverbot. Es hat wenig Sinn, seinen Wagen auf dem Markt zu parken. Die meisten wissen das. Und sorgen vor. Gegen 12 Uhr stellen die ersten Zuschauer ihre Hocker am Wegesrand auf. In der Bäckerei Garten verkauft man noch ein paar Schleißküchel. Heute sind alle aufs Forstfest eingestellt. Das besondere Gebäck gehört dazu, wie später die Kamenzer Würstchen mit Kartoffelsalat.

Im Menü-Imbiss an der Klosterstraße kommt die Spezialität heute öfters auf die Teller. Eine kleine Stärkung vor dem anstrengenden Zuschauen muss sein, denken sich viele. Auch im Café Emilia unter den Fleischbänken sitzen sich derweil die ersten Gäste fest und werden bis nach dem Umzug nicht wieder aufstehen. Die Sicht ist gut. Während die halbe Stadt genießt und der Dinge harrt, die da kommen, sind andere seit dem frühen Morgen im Dienst des Forstfestes unterwegs. Der Hausmeister-Pool der Stadtverwaltung hat sich beizeiten mit den Festzugs-Koordinatoren getroffen. Diese Dienstberatung hat Tradition. Man hat Wege vermessen, Absperrband gezogen, seltsame Kreidezeichen auf das Pflaster gemalt. Hier steht später mal der erste Block der sechsten Klasse auf dem Schulplatz, da drüben der erste Stern. Dafür gibt es sogar erstmals laminierte Schildchen. Der Festzug verlangt den Organisatoren einiges ab. Vor allem Nerven.

„Für mich beginnt das Forstfest erst richtig, wenn der Umzug am Montag gut gelaufen ist“, sagt Lehrerin Martina Laube, die alles mitkoordiniert. Sie wedelt aufgeregt mit dem extra entworfenen Plan. Den bekommen alle Einweiser. Steffen Mangold hat ein paar Nächte am PC verbracht, bis die Übersicht fertig war. Jedes Orchester, jede einzelne Klasse samt Lehrer ist darauf vermerkt. Nichts wird dem Zufall überlassen. Immerhin haben sich wieder 912 Kamenzer Schülerinnen und Schüler für die Umzüge am Montag und Donnerstag angemeldet. Plus/minus null – ein paar könnten krank werden, andere Kurzentschlossene dazustoßen. Es ist kurz vor 13 Uhr und der Countdown läuft. „Ein paar Kleinigkeiten wird man immer haben, die auch kurz vorher nicht stimmen, aber die sind zu verschmerzen“, meint Steffen Mangold. Er ist die Ruhe selbst. Das tut gut in aller Hektik. Frank Hohlfeld von der Stadtkapelle Kamenz fehlt noch fünf Minuten vor der Angst der angeforderte Ersatz-Trompeter. Der Ständer des einen Lautsprechers gleich neben der Stadt-Info stört. Der muss weg, sonst stolpert noch jemand darüber. Ja und dürfen denn eigentlich so viele Fotografen dort mitten vor den Türen „Lerne Weisheit“ und „Übe Tugend stehen“?

Die Rathausglocke schlägt, das Orchester der Lessingstadt spielt seinen ersten Ton. Man ist in Übung, das Forstfest läuft seit Freitagabend. Instrumente und Musiker sind „gut geölt“. Wenn schon ein bisschen pflastermüde. Die Schüler strömen unaufhaltsam aus dem Schulhaus. Das erste Lied ist bald gesungen, zehn Minuten später kommen die ersten Kränze durchs Klostertor. „Die Heide sieht aber heute dürr aus“, bemerken Zuschauer am Rand. Die Gärtner werden diesen Eindruck später bestätigen. Zu wenig Regen hat das Heidegewächs nicht optimal wachsen lassen. Eichenkränze sind auch Seltenheit im Umzug. Doch der Gesamteindruck stimmt wie immer: Über 900 Schüler, dazu weiß gewandete Lehrer, Sanitäter und Feuerwehrleute, fünf Orchester und Spielmannszüge, unzählige Blütenkränze auf süßen Lockenköpfchen, Gere, Asternkränze, Bögen, Lyren, Fähnchen, dichtes Gedränge am Straßenrand und ein übervoller Rathausbalkon sorgen für ein Déjà-vu nach dem anderen. Ist es wirklich schon ein ganzes Jahr her?

Gegen 13.45 Uhr das große Zittern – es beginnt zu regnen. Hunderte Schirme versperren plötzlich die Sicht. Aber die Zitterpartie dauert nur einen Augenblick. Zehn Minuten später sind alle durch. Der Markt ist verwaist. Die Geschäfte könnten eigentlich schließen. Man verabredet sich auf später für den Forst. Eltern schaffen ihre Kinder zu den Spielen, zuvor wartet das Schleißküchelessen daheim. So will es die Tradition. So will es der Kamenzer.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/guck-mal-ich-bin-ein-forstfestkind-2643955.html


Tagesausflug zur Krabat-Milchwelt

12.08.2013

Hoyerswerda. Der Verein „Wohnen zu Hause“ bietet interessierten Senioren am Freitag, dem 29. August, die Gelegenheit zu einem Besuch der Krabat-Milchwelt in Kotten. Im Zuge dieses Tagesausflugs können die Teilnehmer an einer Krabat-Käse-Führung teilnehmen und das Betriebsgelände besichtigen. Der Preis beträgt (inklusive eines Kaffeegedecks) 18 Euro pro Person. Abfahrt ist um 12.45 Uhr vom Haus der Begegnungsstätte in der Bautzener Allee 49. Die Rückfahrt ist für 16 Uhr geplant. Weitere Informationen und Anmeldung im Vereinsbüro (Bautzener Allee 49) oder telefonisch unter 03571 2096102/103. (red/rk)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/tagesausflug-zur-krabat-milchwelt-2638239.html


Internationale Künstler am Miltitzer Steinbruch

Eine ziemlich staubige Angelegenheit: Derzeit läuft das 8.Bildhauersymposium am Miltitzer Steinbruch. Einer der drei internationalen Künstler ist dabei Robert Alger. Seine Wurzeln sind tschischisch und amerikanisch. Fotos: Toni Börner (2)©- keine angabe im hugo-archivsys

Seit einer Woche sind Bildhauer verschiedener Nationen zu Gast, um spannende Skulpturen zu schaffen.

11.08.2013 Von Toni Börner Staub.

Hämmern. Klopfen. Pochen. Schleifen. Lärm. Und noch mehr Staub. Wer in diesen Tagen den Steinbruch in Miltitz besucht, wundert sich vielleicht etwas. In dieser sonst so stillen Idylle, wo sogar eine Treppe für Badegäste eingerichtet ist, die zum kühlen Nass herunterführt, wird derzeit gehämmert und gewummert, was das Zeug hält. Und das aus einem durchaus guten Grund.

Verantwortlich für den „Lärm“ sind dabei David Farrel, Andrea Copello und Robert Alger. Die drei Künstler sind in ihre Arbeit vertieft. Bemerken sie Schaulustige, gibt’s ein kurzes, freundliches Nicken, dann geht es aber mit der Arbeit weiter. Für die SZ machen die Künstler mal eine Ausnahme – und machen kurz Pause. Robert Alger legt Flex und Schutzbrille beiseite – mit Druckluft aus einem Kompressor pustet er sich den Staub von Körper und Kleidung.

Wo schon Michelangelo arbeitete

Alger hat tschechisch-amerikanische Wurzeln und sein Handwerk an der Accademia di Belle Arti di Carrara erlernt. Also an der vermutlich besten Akademie, die es weltweit für Bildhauer gibt, direkt bei den Marmor-Brüchen von Carrara. Dort, wo einer der berühmtesten und besten Marmore der Welt herkommt. Dort, wo Michelangelo seinen Werkstoff holte und dort, wo das Material für den Petersdom in Rom herkommt. Alger spricht sehr gutes Deutsch. „Du kannst hier gern zuschauen und fotografieren“, sagt er. „Musst nur aufpassen. Ist ziemlich staubig“, und schielt auf die Kamera des SZ-Reporters.

Hier entstehen derzeit drei Skulpturen, die später beim Bildhauersymposium der Gemeinde Nebelschütz aufgestellt werden sollen. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs: „Wind der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe“. Es ist den Sorben und Deutschen der Lausitz gewidmet. Gerade Robert Alger fühlt bei diesem Thema eine enge Beziehung. „Als Slawe habe ich auch deutsche Wurzeln“, sagt er. Seine Skulptur heißt „Wind der Hoffnung“. Es ist „eine Skulptur, die Form und Richtung ändert, wie eine im Winde flatternde Fahne“, beschreibt er. „Sie droht auseinanderzuzerren“, fügt er an. Aber sie könne sich eben doch dagegen wehren. „Sie sieht aus wie ein Schwan“, spannt er den Bogen dann auch gleich noch zum Ortswappen von Nebelschütz. Seine Gedanken seien dabei von der eng verbundenen Geschichte der Deutschen und Sorben inspiriert, verrät er dann die Idee, die dahinter steht.

David Farrel haut dazu ein Auge in Stein. „Es ist eine Skulptur, die ausdrückt, wo die Liebe entspringt und wo die Liebe beginnt“, beschreibt er. „Es ist der erste Augenkontakt zwischen zwei Menschen – ein Blick sagt: Ich komme mit Liebe im Herzen, mit lauter Liebe…“

Brücke als spannendes Symbol

Kollege Andrea Copello aus Italien setzt einen anderen Akzent. Seine Skulptur soll eine Brücke der Einheit aus einer universellen Perspektive zeigen, sagt er. „Die Augen schließend drücke ich das aus, was mein Herz mir sagt“, erläutert der Italiener. wie er auf die Idee zu seinem Werk gekommen ist. „Das Einhaken von zwei geometrischen Formen – wie zwei Hände, die sich verbinden – repräsentiert die Union der Menschen von heute, die eine dauerhafte Brücke der Brüderlichkeit für zukünftige Generationen bildet.“

Erst vor einer Woche war das mittlerweile 8.Internationale Bildhauersymposium von Nebelschütz im Steinbruch gestartet. Und schon wenige Tage später haben die Skulpturen erste, durchaus spannende Formen angenommen. Im Rahmen eines kleinen Festes sollen die drei fertigen Figuren dann in der Nähe der Radfahrer- und Fußgänger-Brücke zwischen Kamenz und Nebelschütz aufgestellt werden. Interessierte Kunstfreunde sollten sich dazu unbedingt schon mal den 18.August, 14 Uhr, vormerken.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/internationale-kuenstler-am-miltitzer-steinbruch-2637946.html


„Wir wollen den Bildhauern sorbische Poesie nahebringen“

Benedikt Dyrlich ist Dichter und seit 1995 Vorsitzender des sorbischen Künstlerbundes. Foto: Privat ©- keine angabe im hugo-archivsys

Das 35. Fest der sorbischen Poesie in Miltitz ehrt Sprachpioniere. Benedikt Dyrlich erklärt wen.

05.08.2013

Poesie trifft Bildhauerei. So lautet ein Thema zum diesjährigen 35. Internationalen Fest der sorbischen Poesie vom 8. August bis 21. September. Vor malerischer Kulisse des Miltitzer Steinbruchs lädt der Sorbische Künstlerbund zu besagter Lesung ein. Sie würdigt Schriftstellerin und Publizistin Mina Witkojc (1893-1975) und Schriftsteller, Dichter und Übersetzer Anton Nawka (1913-1998). Über Ursprünge des Poesiefestes und die beiden zu ehrenden Autoren sprach die SZ mit Benedikt Dyrlich, Dichter und seit 1995 Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes.

Herr Dyrlich, wie entstand das Fest der sorbischen Poesie?

Die Ursprünge reichen bis 1978 zurück. Damals war ich an den Wirkungsstätten Alexander Puschkins in Moskau und in Michajlowskoje bei Pskow. Auf dem Rittergut lebte der Dichter lange Zeit. 1978 gab es dort ihm zu Ehren ein russisches Poesiefest. 40 Dichter aus aller Welt lasen Puschkins bekanntes Liebesgedicht „Elegie“ in ihrer jeweiligen Muttersprache. Dazu lasen sie auch eigene Gedichte. Das berührte mich tief. Diese Vielsprachigkeit der Poesie riss mich mit.

Wie ging es weiter?

Mir kam die Idee – ein solches Fest sollten wir auch in Sorbisch versuchen. Einige Gäste in Michajlowskoje schrieben später an mich. Briefe kamen bis aus den USA, Frankreich, Iran und Georgien. „Woher kommt eure sorbische Sprache?“ „Wie lebendig im Umgang und Alltag ist sie?“ „Wie weit verbreitet ist sie?“ Das gab Anstoß für das erste sorbische Poesiefest 1979 in Ostro. Das diesjährige Fest widmet sich Mina Witkojc und Anton Nawka.

Warum?

Beide waren herausragende Lausitzer Literaten des 20. Jahrhunderts. Beide hatten einen tiefen Sinn für Aufklärung und Bildung. Beide bauten durch ihre Werke Brücken nach Tschechien und Polen. Und das auch in politisch schwierigen Zeiten. Beide litten unter Diktaturen. Sie blieben geradlinig in ihrer Haltung und offen gegenüber den Deutschen. Das wollen wir würdigen. Daran wollen wir erinnern.

Was zeichnet Mina Witkojc´ und Anton Nawkas Werke aus?

Mina Witkojc, geboren in Burg (Spreewald), war Dichterin, Publizistin und Redakteurin für die niedersorbische Wochenzeitung Nowy Casnik. Sie schrieb in sehr naturverbundener, gefühlvoller, authentischer, eigenwilliger Sprache. Wer ihre Gedichte liest, ist begeistert von der Sprachmelodie. Sie ist von tiefen Sehnsüchten geprägt. Die Dichterin freut sich und leidet zugleich. Zugleich schreibt Mina Witkojc oft mit leisem Humor. Anton Nawka, geboren in Radibor, war Übersetzer, Schriftsteller und Publizist. Er war sehr sprachsicher und Hauptlektor für die gesamte sorbische Bibel. Nawka übersetzte über 50 Bücher und Dramen – von Karel Èapek bis Molière – ins Sorbische. Zugleich schrieb er viele Verse. Sie unterhalten und bilden zugleich. Er war für Serbske Nowiny Sprachentwickler und an der Schaffung vieler neuer sorbischer Wörter und Wendungen beteiligt. Es ging ihm stets um eine klare sorbische Hochsprache. Er förderte auch den Dichter-Nachwuchs.

Worum geht es in der Lesung, die am 10. August am Miltitzer Steinbruch stattfindet?

Landschaft inspiriert für die Sprache. Landschaft gibt Impulse für Gedichte. Gerade der Krabatstein eignet sich dafür. Die dortigen Internationalen Bildhauertage binden von Anfang an sorbische, deutsche, polnische, tschechische Künstler ein. Das verbindet uns. Wir wollen mit den Bildhauern ins Gespräch kommen. Wir wollen ihnen die sorbische Poesie nahebringen. Mitwirken werden Dichter wie Kristian Pech (aus Döbern), Gundula Sell (Meißen), Róža Domašcyna (Bautzen), Beno Budar (Dreihäuser), Benjamin Nawka (Leinfelden-Echterdingen), Stanij Nawka (Hamburg), Dorothea Šo³æina (Bautzen), Mìrana Cušcyna (Bautzen), Milan Hrabal (Varnsdorf/Tschechien), Aleksander Nawrocki (Warschau / Polen), Emilia Deutsch (Poznan/Polen) sowie Daná Podracka, Peter Èaèko und Jan Zambor (Bratislava/Slowakei). Es gibt ein literarisch-musikalisches Programm. Danach laden der Sorbische Künstlerbund, der Krabat-Verein, die Gemeinde Nebelschütz und der Kunstverein Hoyerswerda zur offenen Diskussion ein. Thema ist „Über Erfahrungen bei Überschreitungen von Sprach- und Kulturlandschaften“. Gespräch: Andreas Kirschke

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/wir-wollen-den-bildhauern-sorbische-poesie-nahebringen-2633189.html


Krabat sorgt für gespannte Gesichter

Gespannte Gesichter, offene Münder: „Krabat“ Wolfgang Kraus versteht es, Kinder mit seiner Darstellung der Sagenfigur und seinen Geschichten zu faszinieren. Foto: Silke Richter

Sommerferien

Um Ferien und Urlaub dreht sich unsere Serie. Heute: Warum Krabat gestern erst einmal ein reales Problem lösen musste und Kinder so unendlich fasziniert.

31.07.2013 Von Silke Richter

Groß Särchen. Eigentlich sollte das Teewasser schon längst kochen. Tut es aber nicht. Das Problem am Elektroherd bleibt vorerst ungelöst. Dann poltert es vor der Tür am Krabat-Vorwerk: Festen Schrittes stapft ein als Krabat verkleideter Wolfgang Kraus hinein. Ein Handgriff genügt, und der Herd funktioniert – wie von Zauberhand. Gerade noch rechtzeitig. Denn die ersten vier Kinder suchen sich schon einen Sitzplatz. Ihnen folgt eine Gruppe Gleichaltriger, die aus Bayern, Sachsen und anderen Gegenden stammen, ihren Urlaub hier in Groß Särchen verbringen und den Zauberlehrling Krabat (noch) nicht kennen. „Krabat“ Wolfgang Kraus hat noch nicht angefangen, aus „seinem“ Leben als Lausitzer Sagenfigur zu erzählen, da hat es einen Jungen schon gepackt: Immer wieder streicht Lukas über seine Hand und meint zu seinem Nachbarn: Die Finger wasche ich mir jetzt nicht mehr. Grund dafür war der kräftige Händedruck von Wolfgang Kraus, der den Jungen soeben persönlich begrüßt hat. Der „Promi“, wie Wolfgang Kraus von den Kindern auch genannt wird, versteht es, die Kleinen zu begeistern. Das liegt nicht nur an seiner Verkleidung. Die Rolle des Zauberlehrlings ist dem sonst als Architekt tätigen wie auf den Leib geschrieben. Fast hätte man meinen können, es krächzen tatsächlich Raben und Krähen, als Wolfgang Kraus die Tiere und auch den Schwarzen Müller mit ächzender, dunkler Stimme nachahmt. Emma muss immer wieder auf den „Koraktor“ schauen, der auf dem Tisch liegt. Das Zauberbuch anzufassen, traut sich das Mädchen aber nicht – und versteckt ihre Hände lieber schnell wieder unter dem Tisch. Magische Momente an diesem Vormittag im Krabat-Vorwerk.

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Sag’ mir, wo die Störche sind!

In Groß Särchen gab es gestern nur ein leeres Nest zu bewundern. Keanu Sachse aber hatte einen seiner Lieblingsvögel dabei – als Bild auf dem Nicky. Foto: Mirko Kolodziej

Die Vögel waren gestern Thema einer Sommerferien-Offerte in Groß Särchen.

24.07.2013 Von Mirko Kolodziej

Um die Frage zu veranschaulichen, wie lang denn so ein Storchen-Schnabel ist, hält sich Kerstin Robel schon einmal einen Zollstock an die Nase. 20 Zentimeter! So hat die ehrenamtliche Naturführerin in Diensten des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft auch gestern wieder Bildungsarbeit geleistet. Rund 30 Kinder und ein paar Erwachsene hatten sich zum Storchen-Vortrag in Krabats Neuem Vorwerk in Groß Särchen eingefunden. Der Theorie folgte ein Spaziergang auf den Hof von Familie Müller. Hier trägt seit 40 Jahren ein großer Mast ein Storchennest – der letzte verbliebene von einstmals drei Horsten in Särchen. Leider war er gestern leer. Die drei Jungen sind über die diesjährigen Frühsommer-Unwetter gestorben und die Altvögel machen sich seitdem rar. Keanu Sachse aus Neusalza-Spremberg freute sich dennoch, einen Blick aufs Nest werfen zu können.

Der Achtjährige ist schon sein halbes Leben lang ein richtiger Storchen-Fan, weshalb sich seine Mutter mit ihm und einer befreundeten Familie eigens aus dem Städtchen zwischen Bautzen und Zittau auf den Weg nach Groß Särchen gemacht hatte. Hier hörte er also unter anderem davon, dass so ein Storchennest auch ohne die Bewohner sage und schreibe schnell ein Gewicht von zwei Tonnen erreichen kann. Und Keanu bekam auch erläutert, warum junge Störche neuerdings häufiger in den Nestern ertrinken. Das liegt vor allem daran, dass Altvögel zum Nestbau mittlerweile auch weggeworfene Plaste-Utensilien verwenden. Und die sind eben so dicht, dass Regenwasser schlecht ablaufen kann.

Die meisten Kinder, die gestern das Ferienangebot des Biospährenreservats nutzten, waren bestens präpariert. Keanu verständlicherweise ohnehin! Doch auch die Mehrzahl der anderen jungen Besucher wusste gut Bescheid. Die Mädchen und Jungen stammten nämlich überwiegend aus dem Hort an der Särchener Grundschule. Dort muss es in Heimatkunde so eine Art Storchen-Grundkurs gegeben haben. Denn jedes Mal, wenn Kerstin Robel eine Fach-Frage stellte, flogen die Arme nach oben. Nur bei einer einzigen Thematik blieb es gestern vage. „Storch heißt auch manchmal, dass ein Baby kommt“, wusste nämlich ein Junge zu berichten. „Na, ob das so stimmt“, versetzte Kerstin Robel und eine junge Frau aus Remagen, die derzeit zu Besuch in ihrer Heimatstadt Hoyerswerda ist, feixte etwas. Sie hatte nämlich ein Baby namens Rike im Tragetuch dabei.

Sollte aber doch ein Zusammenhang bestehen, kann man in Groß Särchen schon einmal mit einem Anstieg der Geburtszahlen liebäugeln. Der Ortschaftsrat sucht nämlich derzeit nach einem Standort für einen zweiten Storchennest-Träger.

Am 7. August ab 9 Uhr erfahren Ferienkinder im Krabat-Vorwerk von Kerstin Robel etwas über Heupferdchen.

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Nachwuchs-Künstler treffen sich in Nebelschütz

Ob Orientierungsschilder für den Steinbruch oder Graffitikunst für die Jugendclubs – beim Workshop in Nebelschütz zeigten junge Leute Können und Kreativität. Foto: Schippel

28 junge Leute aus Polen, Tschechien, Ungarn und Deutschland waren gemeinsam kreativ. Das Ergebnis ist sehenswert.

23.07.2013 Von Helmut Schippel

International ging es jetzt – wieder einmal – in Nebelschütz zu. Grund war der vierte Internationale Jugendworkshop. Um sich dabei künstlerisch zu betätigen und sich mit Anderen dazu auszutauschen, reisten 28 Jugendliche und junge Erwachsene aus Ungarn, Tschechien, Polen und dem Landkreis Bautzen in der sorbischen Gemeinde an. Die Teilnehmer kamen etwa aus Liberec und Hermanice, aus Namyslow bei Breslau und aus Ladanybene in Ungarn. Partnerschaftliche Kontakte gibt schon länger, über Jahr werden sie vor allem dank des Internets gepflegt. Weil aber die direkte Begegnung, das Miteinander beim gemeinsamen Schaffen, nun einmal nach wie vor besonders nachhaltige Eindrücke hinterlässt, tritt man sich gern persönlich. Aller zwei Jahre organisieren unermüdliche Helfer wie Uta Rietschel, Silvio und Monika Reinecke deshalb die einwöchige Begegnung junger Europäer.

In diesem Jahr beschäftigten sich die auf drei Gruppen aufgeteilten jungen Leute unter der Anleitung von erfahrenen Experten mit Graffitiarbeiten, Holzbildhauerei und Fotografie. Am Anfang stand natürlich immer das Erarbeiten einer Konzeption für die Gruppen- oder Einzelarbeiten. Auch ohne Skizzen ging es nicht. Wie sonst soll beispielsweise die gewählte Thematik bei den Sprayern über die ganze Fläche einer Gebäudewand geführt werden – unter Beachtung der Proportionen?

Vereinbart worden waren eingangs die Gestaltung der Außenfassade der Jugendclubs in Wendischbaselitz und Nebelschütz. Auch zwei Innenwände sollten verschönert werden. Die „Bildhauer“ hatten sich unter anderem die Anfertigung von Orientierungsschildern im Steinbruch Miltitz vorgenommen. Die Besucher der kommenden 8. Bildhauerwerkstatt in der zweiten Augusthälfte werden dies wohl positiv registrieren. Über die gesamte Woche herrschte ein reges Treiben der jungen Künstler an ihren Objekten. Wesentlich für den Erfolg waren die fachlich versierten Unterweiser, wie Ludwig Pickert vom Bildhauerverein Steinleicht oder der Graffitiprofi Höhn aus Dresden. Seit 17 Jahren widmet er sich dieser Passion, realisiert Tages- und Wochenseminare und erhielt kürzlich den Sächsischen Präventionspreis.

Da momentan Ferienzeit ist, waren die jungen Künstler nicht allein unter sich, sondern im zunehmenden Kontakt mit den einheimischen Jugendlichen. Da war nicht nur interessant, wie man ein vernünftiges Graffiti gestaltet; da wurde über Sprachbarrieren und Ländergrenzen hinweg sich munter ausgetauscht. Allabendlich traf man sich in fröhlicher Runde hinterm Heldhaus zum Reden, Musizieren und auf einen gemäßigten Schluck.

Sparkasse und Ämter geben Geld

Bei der Präsentation konnten die Werkstattteilnehmer zu Recht auf ansehnliche Resultate ihrer Bemühungen verweisen. Und vor allem: auch der heimischen Jugend gefiel es.

Möglich wurde der kreative Workshop durch viele Unterstützer. Neben den Helfern vor Ort waren das auch Ämter und Institutionen. Das Sächsische Landesjugendamt, das Kreisjugendamt Bautzen und die Ostsächsische Sparkasse haben ihren finanziellen Beitrag geleistet, damit die gute Absicht „Förderung des Europagedankens“ auch 2013 erneut in Nebelschütz und seinen Ortsteilen eine reale Umsetzung erfahren konnte. Zsofi Csaja aus Ladanybene steht für eben diese Absicht, wenn sie beim Abschied sagte: „Die erste Fremdsprache Deutsch bei uns daheim, erweist sich immer wieder als eine gute Wahl. Ich scheide mit bleibenden Eindrücken und hoffe auf ein Wiedersehen“. Das sieht man in Nebelschütz nicht anders.

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/nachwuchs-kuenstler-treffen-sich-in-nebelschuetz-2623857.html


4000 Zuschauer bei den Krabatfestspielen

Schwarzkollm

22.07.2013

Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz – und denken schon ans nächste Jahr.

Mit Herz-Brillen zu einem brillanten Feuerwerk wurden in Schwarzkollm an der Schwarzen Mühle die zweiten Krabatfestspiele glanzvoll beendet. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz. „Krabat erweist sich als absoluter Publikums-Magnet“, so Festspieldirektor Peter Siebecke. „Die Rahmenbedingungen waren optimal“, meinte Produzentin Doris Siebecke. „Es ist ein gemeinschaftlicher Verdienst des Vereins Krabatmühle-Schwarzkollm mit seinen vielen fleißigen ungenannten Helfern, die wieder einmal das Grundcredo ,Ein Dorf spielt Theater’ mit Bravour umsetzten“, ist sie begeistert.

Bereits Anfang März waren alle neun Vorstellungen ausverkauft. Nicht nur zur Premiere erhielten die Schauspieler sowie die 51 Darsteller aus den verschiedensten Dörfern der Lausitz sowie aus Hoyerswerda und Dresden, tosenden Applaus. Über 4000 Zuschauer erlebten das Spektakel „Krabat – die Hochzeit an der Schwarzen Mühle“.

Die Festspielleitung plant mit der Veranstaltungsreihe zunächst bis 2016. Für die nächsten Festspiele ist längst alles in Vorbereitung. Sie werden zwischen 10. und 20. Juli 2014 an der Krabatmühle Schwarzkollm stattfinden; acht Vorstellungen wird es geben. Am 1. Oktober beginnt der Kartenvorverkauf. Das Thema lautet „Krabat – das Glücksspiel um die Schwarze Mühle“. Die Inszenierung verspricht wieder ein fiktives Spektakel frei nach mündlichen und schriftlichen Überlieferungen über und um Krabat. Denn August der Starke ist nach wie vor neugierig, was der Obrist von Schadowitz alles aus seinem Leben erzählen kann. So viel sei zum Inhalt verraten: Schadowitz hat es verstanden, August den Starken regelmäßig an die Schwarze Mühle zu locken. Wie immer lauscht Seine Majestät wissbegierig, wenn der Obrist über Krabat plaudert. Diesmal möchte der Sächsische König die Schwarzkollmer überraschen. Ihm schwirrt die Idee durch den Kopf, eine Maschinerie zu entwickeln, die Glück erzeugt. Wird er sie höchstpersönlich vorführen? (SZ/aw)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/4000-zuschauer-bei-den-krabatfestspielen-2623507.html


Wanderung auf Krabat-Erlebnispfad

22.07.2013

Hoyerswerda. Gemeinsam mit dem Christlich-Sozialen-Bildungswerk Sachsen (CSB) haben interessierte Senioren die Gelegenheit, das Leben einer regionalen Legende noch einmal Revue passieren zu lassen. Dies kann man am Dienstag, 6. August, beim Besuch der Schwarzkollmer Krabatmühle tun. Dort werden die Teilnehmer des „Forums am Vormittag“ auf dem Krabat-Erlebnispfad wandern, der an den wichtigsten sagenhaften Stationen des Lebens dieses Zauberers zeit seines Schwarzkollmer Wirkens vorbeiführt. Darüber hinaus kann man an diesem Tag noch weitere Gebäude der Krabatmühle besichtigen. Im Rahmen dieses Ausflugs sollte man auch einmal einen Blick in die Schwarze Kammer werfen, wo originale Filmrequisiten der letzten Krabat-Verfilmung zu sehen sind. Der Ausflug startet um 10 Uhr. Infos | Anmeldung unter 03571 979164. (red/rk)

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/wanderung-aufkrabat-erlebnispfad-2623069.html


Kulturforum Lausitz in der Krabatmühle

Hoyerswerda / Schwarzkollm

Dienstag, 23.07.2013

Zu einem Kulturforum der Lausitz laden die Sozialdemokraten im Vorfeld der Bundestagswahl ein. Beim Forum soll mit den Bundestagskandidaten über die Bedeutung und Förderung von Kunst und Kultur in der vielfältig ländlich und kleinstädtisch gewachsenen, aber auch von wirtschaftlichen Umwälzungen geprägten Kulturlandschaft Lausitz gesprochen werden. Auch Neue Medien, Datenschutz, Urheberrecht sowie die Förderung der sorbischen Sprache und der grenzüberschreitende Kulturaustausch werden hinterfragt.

Von folgenden Kandidatinnen und Kandidaten demokratischer Parteien für den Deutschen Bundestag aus den Wahlkreisen 157 und 156 liegen Zusagen für dieses Forum vor: Maria Michalk (CDU), Marion Nawroth (Die Piraten), Daniel Breutmann, Rainer Deutschmann (beide FDP), Sten Jacobson (Die Grünen), Dr.Ilja Seifert (Die Linken) sowie Thomas Jurk und Ilko Kessler (beide SPD). Zudem werden Kandidaten auf das Amt des Hoyerswerdaer Oberbürgermeisters teilnehmen. (SZ)

Das Kulturforum Lausitz: am Dienstag, dem 13. August, von 18 bis 20Uhr in der Krabatmühle des Hoyerswerdaer Ortsteils Schwarzkollm (Koselbruchweg22).

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/kulturforum-lausitzin-der-krabatmuehle-2623021.html


Zauberhafte Hochzeit mit mehr als 400 Gästen

Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Zuschauerreihen an der Schwarzkollmer Krabatmühle zur Premiere der Krabatfestspiele. Die Podeste am rechten Bildrand wurden extra errichtet, um den Zuschauern eine bessere Sicht zu ermöglichen. Ein Blick auf die Kennzeichen der parkenden Fahrzeuge verriet, dass das Publikum aus Görlitz, Berlin, Dresden, Pirna, dem Saalkreis, dem Landkreis Oberhavel oder sogar Wiesbaden angereist war. Foto: Gernot Menzel ©hy-photo gernot menzel

Das Fest war Höhepunkt der Handlung bei den ausverkauften Krabatfestspielen, die am Donnerstag in Schwarzkollm Premiere feierten.

13.07.2013 Von Anja Wallner

Auch Majestäten halten sich nicht immer an Kleiderordnung und Etikette. Zur Premierenaufführung der diesjährigen Krabatfestspiele am Donnerstag kam der sächsische König August der Starke (Steffen Urban) angeheitert, in unstandesgemäßem Aufzug und sich mit zwei Gespielinnen vergnügend im Heuwagen auf den Hof der Krabatmühle Schwarzkollm oder korrekt: auf den Hof des Obristen von Schadowitz (Joachim Kaps) gefahren. Er wünscht sich eine Fortsetzung der Geschichte um Krabat (Tristan Fabian), die von einer Stimme aus dem Off noch einmal zusammengefasst wird – für alle, die im vergangenen Jahr die erste Auflage der Festspiele verpasst haben.

„Krabat – die Hochzeit an der Schwarzen Mühle“ heißt das aktuelle Stück. Man schreibt das Jahr 1702. Krabat und seine Braut Hanka (Marlene Tanczik) haben die abgebrannte Schwarze Mühle wieder aufgebaut und wollen im Sommer heiraten. Den Koraktor, das Zauberbuch des Schwarzen Müllers, hat Krabat im Wald vergraben. Er ist rastlos, grübelt, fürchtet, dass der Schwarze Müller zurückkommt und sich rächen will. Dafür, dass Krabat einst seinen Zauber gebrochen hat. Wie recht er hat, wird sich im Lauf des Stücks zeigen…

DSDS-Teilnehmerin singt

Und dann taucht auch noch der einstige Müllerbursche Handrij (Konrad Michael) auf und wirbelt Hankas Gefühlsleben durcheinander. Und bevor am Ende die im Titel angekündigte Hochzeit stattfinden kann, muss auch noch gaunerigen Viehhändlern aus Wittichenau und Kamenz, die den Schwarzkollmern das Leben schwer machen, das Handwerk gelegt werden. Die Handlung wurde diesmal stärker von Gesang getragen. Bekanntlich gibt es erstmals einen eigenen Festspiel-Soundtrack, den der Dresdener Andreas Goldmann komponiert hat.

Die Lieder kommen an: Die Darbietungen von Krabat und Hanka, Handrij und Schadowitz werden mit Szenenapplaus belohnt. Und auch der Chor der Schwarzkollmer Brauchtumsgruppe hat seinen Auftritt mit einem Lied in sorbischer Sprache. Im Vergleich zu den Festspielen im letzten Jahr hatten die rund 430 Zuschauer, darunter der Schirmherr, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, im ausverkauften Stück noch mehr zu lachen. Die Dialoge waren gespickt mit Wortwitz; August und sein Gefolge parlierten in bezauberndem Sächsisch; es gab reichlich Seitenhiebe gegen Beamte – und zu zart besaitet durfte das Publikum auch nicht sein: Die Texte waren zum Teil deftig, und August der Starke ließ es sich nicht nehmen, die Zuschauer („die Gaffer“, wie er zu Schadowitz gewandt bemerkt) wieder miteinzubeziehen. Kleine Kostprobe: „Wie ist dein Name?“ – „Petra.“ – „Bist du zu Hause auch immer so leise?“ – „Ja.“ – „Dann tausche ich dich ein gegen die Cosel!“ Nicht zuletzt hat das Stück eine interessante Dramaturgie, denn man erlebt szenenweise ein Theaterstück im Theater… Und natürlich kam auch das Sorbische nicht zu kurz. Ein Stück Sagenwelt brachten die Lutken auf die Bühne, verkörpert durch die Zwillinge Anton und Richard Fuchs, die im Vorjahr die Pagen des Königs mimten.

Wer nun eigentlich geheiratet hat, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Es folgen ja noch sechs Aufführungen. Hanka und Krabat spielen zwar eine wichtige Rolle bei dem Fest, sie sind aber, so viel darf verraten werden, nicht das Brautpaar… Ein prächtiger sorbischer Hochzeitszug und ein Mühlenhof voller fröhlicher tanzender Hochzeitsgäste sorgten für optische Höhepunkte des Abends. Was wäre ein eigener Soundtrack ohne einen Titelsong? „Ruhelos“ heißt er, und den sang direkt vor Ort – nur zur Premiere – Anna-Carina Woitschack, Pop- und Schlagersängerin, die 2011 in der TV-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) unter die Top 10 kam. Im Stück präsentierte August der Starke den Auftritt als „Hochzeitsgeschenk“ und die Künstlerin als seine „neue Hofsängerin“ (der er später ganz uncharmant einen Mätressenposten anbot). Die Sorben, so versprach Seine Majestät dem Obristen von Schadowitz zum Schluss, werde er nicht vergessen. Bisher hatte er sich nämlich, entgegen anderslautender Beteuerungen, nicht allzu viel um diesen Winkel seines Landes gekümmert. Ob er sein Versprechen hält, wird im Juli 2014 zu erfahren sein. Denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende…

Bevor im übertragenen Sinne der Vorhang fiel und die Zuschauer die Darsteller, Gestalter, Organisatoren und Helfer stehend feierten, lüftete sich noch das Geheimnis um die in der Pause an jeden Zuschauer verteilten Brillen: Die Folie der „Brillengläser“ ließ beim abschließenden Feuerwerk bunte Herzen auf das Mühlengelände regnen. Dass es im Lauf des Premierenabends tatsächlich zu regnen begonnen hatte, störte niemanden. Die Herzen des Publikums hatte das Stück da nämlich längst erobert.

Gespielt wird an der Krabatmühle noch am heutigen Samstag und am Sonntag sowie am 18., 19., 20. und 21. Juli (alles ausverkauft).

Artikel-URL: www.sz-online.de/nachrichten/zauberhafte-hochzeit-mit-mehr-als-400-gaesten-2616914.html


„4. Internationale Jugendworkshopwoche“ vom 15.07. bis 19.07.2013 in Nebelschütz – Mitstreiter gesucht!

Workshop Graffiti zur Internationalen Jugendworkshopwoche Juli 2011, Foto: Gemeinde Nebelschütz

Für die „4. Internationale Jugendworkshopwoche“ vom 15.07.2013 bis zum 19.07.2013, werden wieder zahlreiche Jugendliche und Betreuer aus den Partnergemeinden und befreundeten Kommunen in Polen, Tschechien, Ungarn, Russland und Deutschland in Nebelschütz zusammenfinden. Ganz im Vordergrund steht der europäische Gedanke, mit künstlerischer Arbeit unterschiedliche junge Menschen zusammenzubringen und an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Das Projekt soll jungen Menschen neue Perspektiven aufzeigen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendlichen fördern, welcher enorm wichtig für die persönliche Entwicklung ist. Die junge Generation ist die Zukunft Europas und steht für ein friedliches Miteinander. Dies erreicht man nur mit neuen Wegen der Zusammenarbeit und der Verständigung.

Aus diesem Grund werden in einer 5-tägigen Workshopwoche drei Workshops angeboten:

Workshop 1: Graffiti
Workshop 2: Bildhauerei
Workshop 3: Fotografie

Im Workshop Graffiti werden die Gebäude der Jugendklubs Nebelschütz und Wendischbaselitz mit Graffiti gestaltet.
Im zweiten Workshop, welcher im Steinbruch „Am Krabatstein“ in Miltitz stattfindet, können Jugendliche Fertigkeiten mit Hammer und Meißel erlernen und mit Lausitzer Granit sowie Holz arbeiten. Dabei werden Gegenstände für einen Spielplatz der Gemeinde geschaffen.
Der Workshop Fotografie führt die Jugendlichen durch die Gemeinde, wo Veränderungen aufgezeigt, Missstände dokumentiert und Naturschauspiele abgelichtet werden. Die Auswertung der Arbeit erfolgt in einer öffentlichen Ausstellung.

Wer Interesse hat, an einem der drei Workshops teilzunehmen, meldet sich bitte bei der Gemeinde Nebelschütz!

Gemeinde Nebelschütz
Hauptstraße 9
01920 Nebelschütz
Telefon: 03578 301006
Telefax: 03578 302491
E-Mail: gemeinde[at]nebelschuetz.de
Internet: http://www.nebelschuetz.de


Sommerferien auf dem Krabat-Vorwerk

Groß Särchen

Mittwoch, 09.07.2013

Jeweils mittwochs lädt der Krabat Dorfclub & Heimatverein Groß Särchen zu Sommerferienspielen auf Krabat’s Neues Vorwerk ein. Am 24. Juli (9-11 Uhr) kann man von Naturführerin Kerstin Robel alles über die Störche erfahren. Eine Woche später, am 31. Juli, erzählt der Krabat-Darsteller Wolfgang Kraus die Krabatsage. Und am 7. August (9-11 Uhr) sind „Heuschrecken“ das Thema des Tages, wieder mit Naturführerin Kerstin Robel. (red/US)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/sommerferien-auf-demkrabat-vorwerk-2613549.html


Das Sorbenland empfängt Künstler aus aller Welt

Jede Drehung muss sitzen: Sarah Scholze (18) aus Räckelwitz, Ambrosius Handrick (16) aus Wendischbaselitz und Bernadette Paschke (16) aus Storcha werden beim Internationalen Folklorefestival mit dabei sein. Foto: Toni Börner ©- keine angabe im hugo-archivsys

Die Vorbereitungen für das zehnte Internationale Folklorefestival laufen auf Hochtouren. Besonders die Crostwitzer haben alle Hände voll zu tun.

04.07.2013 Von Toni Börner

Vom 11. bis zum 14. Juli ist das Sorbenland Schauplatz für das zehnte Folklorefestival „Lausitz“. Bereits seit rund 19 Jahren wird diese Tradition gepflegt und aufrechterhalten. „Mit dieser Kontinuität haben wir anfangs nie rechnen können“, gibt der Vorsitzende des Vorbereitungskomitees, Marko Kowar, zu Protokoll. „Aber von den jungen Leuten, die bereits 1995 mitgewirkt haben, sind heute bereits die Kinder aktiv. Wir haben einige Nachwuchsgruppen mit am Start.“ International wird es beim 10. Folklorefestival „Lausitz“ 2013, welches zu großen Teilen in Crostwitz bei Kamenz durchgeführt wird. Stolz verkünden die Veranstalter drei neue Nationen im Programm: Kanada, Indien und sogar Australien. Außerdem mit dabei sind Ensemble aus Jakutien, Polen, Tschechien, Österreich, Ungarn und der Slowakei. Sorbische Laien- und Profiensembles ergänzen die Programme. Die Ankunft ist wie immer für Donnerstag, den 11. Juli, in Bautzen geplant. Ein Festumzug wird vom Postplatz der Spreestadt über den Hauptmarkt zur Ortenburg führen. Tags darauf soll dann die Lausitz erkundet werden. „Wir wollen unseren Gästen ja auch etwas zeigen, daher wird am Freitag eine Exkursion in die Niederlausitz durchgeführt, inklusive einer einstündigen Kahnfahrt auf der Spree“, fügt Gabriel Schneider von der Sorbischen Tanzgruppe Schmerlitz an. Rund 750 Tänzer und Sänger werden das Programm des Folklorefestivals gestalten, welches hauptsächlich am Sonnabend und Sonntag stattfindet. Besonders gelobt wird schon jetzt das gute Zusammenspiel der rund 500 Helfer, die dieses Event erst ermöglichen. Crostwitz ist am 13. und 14. Juni Gastgeber für einen Handwerkermarkt und die Programme auf sechs Bauernhöfen. Mit dem Festumzug aller rund 700 Mitwirkenden geht das Festival dort zu Ende. „Ohne unsere ganzen Vereine hätten wir hier nichts ausrichten können. Der Heimatverein ist extrem stark engagiert, ebenso wie der Sportverein und die Feuerwehr. Natürlich dürfen wir auch die Besitzer der Höfe nicht vergessen, die in keinen Vereinen engagiert sind, aber trotzdem einiges an Vorbereitungsarbeit leisten und uns ihre Grundstücke zur Verfügung stellen“, so Bürgermeister Mathias Brützke.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/das-sorbenland-empfaengtkuenstler-aus-aller-welt-2610189.html


Der Zorn des Schwarzen Müllers

über einen Diebstahl an der Krabatmühle

01.07.2013 Von Anja Wallner

Wenn in Polizeimeldungen über Diebstähle informiert wird, ist häufig von „dreisten Tätern“ die Rede. Nun, wer sich an fremdem Eigentum vergreift, ist eigentlich immer dreist – also unverschämt. Wahrhaft dreist waren die ungebetenen Gäste, die sich in der Nacht zu Samstag auf dem Gelände der Krabatmühle in Schwarzkollm zu schaffen gemacht haben – ein Ort, wo bekanntlich in jahrelanger, hauptsächlich ehrenamtlicher Arbeit ein überregional bekannter Erlebnishof aus dem Boden gestampft wurde. Diebe hatten es jetzt auf den Automaten abgesehen, der das Wasserrad der „Schwarzen Mühle“ drehen lässt. Wie die Polizei mitteilte, hebelten sie die Münzkassette auf und erbeuteten etwa 140 Euro in Ein-Euro-Stücken. Viel schlimmer: Sie richteten Schaden an der Mechanik und der Elektronik des Automaten in Höhe von 780 Euro an. Für den Krabatmühlen-Verein dürfte die Reparatur der Anlage kein Pappenstiel sein. Dabei macht doch ein sich drehendes Mühlrad den Charme einer Mühle aus. Mögen die Täter den Zorn des Schwarzen Müllers zu spüren bekommen…

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/der-zorn-des-schwarzen-muellers-2606854.html


Poesie und Bildhauerei stehen am Krabatstein auf dem Programm

Der Künstlerbund bereitet derzeit das 35. Fest der sorbischen Poesie vor. Eine Veranstaltung gibt es dabei auch in Miltitz.

Sorbenland / Serbski kraj, 27.06.2013

Das nächste Fest der sorbischen Poesie ist dem 120. Geburtstag der niedersorbischen Dichterin Mina Witkojc (1893-1975) und dem 100. Geburtstag des Prosaisten und Übersetzers der slawischen Literatur ins Obersorbische Anton Nawka (1913-1998) gewidmet. Beide sind hervorragende Dichter, Nachdichter und Publizisten, heißt es vom sorbischen Künstlerbund, der jetzt das Programm für das Fest beschlossen hat. Neben einheimischen Dichtern wie Benno Budar, Róža Domašcyna, Benedikt Dyrlich, Jurij Koch, Kito Lorenc, Benjamin Nawka und Christiane Piniek werden vor allem die slowakischen Poeten und Nachdichter Petr Èaèko, Dana Podracka, Jan Zambor (alle Bratislava) sowie die serbischen Autoren und Herausgeber Jan Krasni und Goran Djordiviæ (beide Beograd) das traditionelle Treffen mit Lesungen in mehreren Sprachen bereichern. In Serbien wird derzeit übrigens die Herausgabe einer Anthologie sorbischer Gegenwartspoesie in serbischer und sorbischer Sprache vorbereitet. Das Festival beginnt am 8. August mit einer Lesung in Leipzig. Am 10. August findet eine Veranstaltung unter dem Motto „Poesie trifft Bildhauerei“ am Krabatstein im Steinbruch Miltitz statt (Beginn 15 Uhr). Am gleichen Tag wird in die Alte Wasserkunst zur „Bautzener Poesienacht“ mit vielen kleinen Lesungen und Gesprächen, vor allem auch mit jungen und jüngeren Autoren, geladen. Den unterhaltsamen Abend in sorbischer und deutscher Sprache umrahmt das Punkrock-Duo „Berlinska dróha“ (Berliner Straße). Eine besonders interessante Begegnung verspricht die „Poesie auf dem Kahn“ am 11. August ab 15 Uhr in Burg/Spreewald zu werden. Am 18. September lädt der Domowina-Verlag in das Niedersorbische Gymnasium in Cottbus zu einer Lesung in Erinnerung an Mina Witkojc ein. Am darauffolgenden Tag wird um 19.30 Uhr in der Bautzener Smolerschen Verlagsbuchhandlung Anton Nawka mit einer Lesung geehrt. Kleine Gedenkfeiern gestaltet der Sorbische Künstlerbund am Grabe von Anton Nawka am 20. September, um 11 Uhr, auf dem Bautzener Nikolaifriedhof sowie um 16.30 Uhr auf dem Friedhof in Burg/Spreewald an der Ruhestätte von Mina Witkojc. Weitere Veranstaltungen gibt es in Cottbus, Varnsdorf, Bratislava, Opole und an sorbischen Schulen der Lausitz. (SZ)

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/poesie-und-bildhauerei-stehen-am-krabatstein-auf-dem-programm-2604434.html


Schwarzkollm bereitet sich auf KRABAT-Festspiele vor

MDR1 Radio Sachsen, 26.06.2013, 17:46 Uhr, 02:43 min

Was für die Insel Rügen die Störtebeker-Festspiele, sind in Schwarzkollm bei Hoyerswerda die KRABAT-Festspiele. Zum zweiten Mal gehen sie im Juli über die Bühne.

Radiobeitrag: http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio581168.html


Sonnenwende am Krabatstein

©- keine angabe im hugo-archivsys

23.06.2013

Friederike, Hermine und Merlinde genießen bei der Sonnenwendfeier am Krabatstein die Sonne. Das Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit und die Gemeinde Nebelschütz hatten hier am Sonnabend ein tolles Fest für die ganze Familie organisiert. Bevor am Abend das Sonnenwendfeuer loderte, konnten die Besucher eine Sonnenjägertour zum Hochstein unternehmen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/sonnenwende-am-krabatstein-2602007.html


Krabat feiert in Königswartha

Drei Partner, ein Festwochenende: Wolfgang Zettwitz, Reiner Deutschmann und Swen Nowotny (v.l.n.r.) präsentieren wichtige "Utensilien", darunter den Sieger- und den Verliererpokal für das Fußballspiel des KSV 90 gegen die sorbische Auswahl. Foto: Uwe Menschner

Königswartha

22.06.2013 Von Uwe Menschner

Krabat kommt wieder nach Königswartha: Am Samstag, 22. Juni, findet hier das 12. Krabatfest statt. Gleichzeitig laden das Regionalmanagement der Leader-Region Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zur 2. Regionalschau und der Königswarthaer Sportverein 1990 e.V. zu seinem diesjährigen Sportfest ein.

"Wir wollen das Krabatfest nicht mehr als einzelne Veranstaltung durchführen, sondern es in Verbindung mit einem anderen Fest organisieren", erklärt der Vorsitzende des Krabatvereins, Reiner Deutschmann. In diesem Jahr habe sich der KSV 1990 als Partner angeboten, der im Rahmen seines Sportfestes ein Freundschaftsspiel seiner Männermannschaft gegen die sorbische Nationalauswahl (die im Vorjahr an der Europameisterschaft der Minderheiten teilnahm) ausrichtet. Es findet am Samstag, 22. Juni, um 15.00 Uhr auf dem Königswarthaer Sportplatz statt.

Eröffnet wird das Fest um 10.00 Uhr auf dem neu gestalteten Gutsplatz im Beisein von Krabat, "sofern er bis dahin wieder gesund ist", wie Regionalmanager Rudolf Richter anmerkt. Im Anschluss gestalten Kindereinrichtungen, Vereine und Musikensembles – darunter auch die Kinder- und Jugendtanzgruppe Wittichenau - ein buntes und vielfältiges Programm, das bis 17.00 Uhr andauert.

Parallel präsentieren sich 69 Aussteller (aktueller Stand der Anmeldungen vom Montag) im Festzelt. "Die Teilnehmer kommen zu fast hundert Prozent aus der Region", freut sich Rudolf Richter. Mit dabei sind auch die Krabat-Milchwelt Kotten, die Mosterei Strowie aus Rachlau und die Glasmalerin Birgit Pattoka aus Bergen. Die Regionalschau bildet gleichzeitig den symbolischen Abschluss der Förderperiode 2007 bis 2013, in deren Rahmen im Leader-Gebiet Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft circa 20 Millionen Euro investiert werden konnten.

"Größtes Einzelprojekt war dabei der Ausbau des DSL-Netzes für schnelles Internet", erklärt Regionalmanager Rudolf Richter. Einen bedeutenden Förderschwerpunkt setzte die Region auf die Umnutzung früher landwirtschaftlich genutzter Bausubstanz zu Wohnzwecken, vor allem durch junge Familien, denn: "Ohne Menschen in den Dörfern nutzt die beste Infrastruktur nichts." Der Krabat e.V. als zweiter Hauptbeteiligter an den Feierlichkeiten hat den Schwerpunkt seines Wirkens ein wenig "in den Hintergrund verlegt", wie Vorsitzender Reiner Deutschmann bekennt.

"Wir setzen nicht mehr so stark auf eigene Projekte, sondern unterstützen Initiativen, die aus den Dörfern kommen." Doch auch der Markenschutz und die Vermarktung der Krabat-Produkte – jüngstes davon ist eine Kräuterlimonade aus dem Hause Oppacher – bilden Schwerpunkte in der Vereinsarbeit.

Der Königswarthaer SV 1990 schließlich blickt auf eine recht erfolgreiche Fußballsaison zurück, "auch wenn unserer Bezirksligamannschaft in der zweiten Saisonhälfte ein wenig die Puste ausging", wie der Vorsitzende Swen Nowotny erklärt. Und einen Grund zum Feiern hat auch die Gemeinde Königswartha, die im Rahmen der Festivitäten ihr nagelneues Feuerwehrhaus in der Nähe des Festplatzes einweihen kann.

Artikel-URL: http://www.alles-lausitz.de/startseite/bautzen/?em_cnt=8728325&em_loc=6466 


Vom Schlosser zum Mühlenfachmann

Klaus Beer unterstützt das Team der Krabatmühle in Schwarzkollm mit seinen handwerklichen Fähigkeiten. Zu der Tätigkeit kam er eher zufällig. Foto: Rainer Könen

Klaus Beer arbeitet seit einigen Jahren an der Schwarzkollmer Krabatmühle mit – besonders an der Mühle selbst.

Von Rainer Könen, 18.06.2013

Es kommt mitunter schon mal vor, dass sein Pausentee kalt wird. Was an der Selbstvergessenheit liegt, mit der Klaus Beer in der Schwarzkollmer Krabatmühle arbeitet. In diesen Tagen ist es der Fußboden einer geplanten Stube im oberen Stockwerk der Mühle, die seinen ganzen Einsatz fordert. Denn: „Hier soll ja einmal der Schwarze Müller sein Domizil bekommen“, erzählt der 76-Jährige an diesem Dienstagvormittag. Ein kleiner Raum unter dem Dach wird hier entstehen. Klaus Beer hat überall seine Spuren in der Mühle hinterlassen, wenn man das so sagen darf. Der in Michalken wohnende Rentner hilft beim Ausbau der Mühle fleißig mit, er hat auch tatkräftig mitgeholfen, dass sich das Mühlenrad wieder dreht. Er hat sein handwerkliches Geschick in die Gestaltung der einzelnen Gebäude des Vorwerks mit großer Intensität eingebracht. Klaus Beer ist vielleicht das, was man einen unermüdlichen Arbeiter nennen könnte. „Ich will gebraucht werden“, erzählt er. Und in der Schwarzkollmer Krabatmühle wird er gebraucht. Jeden Dienstag. Das ist für den 76-Jährigen „mein Mühlentag“. Dem ordne er an diesem Tag alles unter, so der Senior. Dienstags aktiviert er seine handwerklichen Kenntnisse. Damit das Innere der Mühle bald Konturen bekommt. Manchmal blickt der gebürtige Erzgebirgler an die Zeit zurück, als er nach einer schweren Erkrankung wieder versuchte, fit zu werden. 2006 war das. „Ich bin damals viel mit dem Rad in der Gegend herumgefahren“, so Beer. Da sei er häufig an der Mühle verbeigekommen, habe er zugeguckt, wie das Vorwerk allmählich wuchs. Rentner war er da schon. Als er wieder auf einer seiner Touren an der Mühle vorbei- kam, habe diese „komische Geschichte“, wie er sie bezeichnet, angefangen. Er habe sich bei einem der dort Arbeitenden erkundigt, ob „ich hier mitmachen kann“. Was für einen Beruf er denn ausgeübt habe, wollte man von ihm wissen. Schlosser. Klaus Beer muss da noch ein wenig lächeln, als er diese Geschichte erzählt. „Da sagte man mir, dass man ja eigentlich nur Holzfachleute brauche.“ Aber er könne ja mal mitarbeiten, hieß man ihn. Tat er. Und machte sich binnen kurzem unentbehrlich. So „habe ich am Gesindehaus das Fachwerk mitgestaltet“, berichtet er. Seine Fähigkeiten als Schlosser, die wurden selbstverständlich auch benötigt. Was ihn freut, ist, dass er mit dazu beitragen konnte, dass in Schwarzkollm ein Gebäudekomplex entstanden ist, der „so viele Leute anlockt“. Für ihn sei das auch eine Motivation. Denn das Interesse an der Krabatmühle werde sicher noch weiter zunehmen, ist er überzeugt. Seinen ständigen Arbeitsplatz hat er seit einigen Jahren in der Mühle selbst. Dort zeigte ihm ein Freiberger Mühlenbauer, „wie so eine Wassermühle überhaupt funktioniert“. Er habe anfangs angenommen, dass so eine Technik kompliziert sei. Aber nach den Erläuterungen dieses Experten habe er gesehen, dass das doch zwar eine ziemlich „simple und einfache Geschichte“ ist. Die man aber auch erst einmal beherrschen müsse. Es wird noch eine Weile vergehen, bis die Mühle im Inneren so weit ist, dass man von einem gewissen Abschluss an den Bauarbeiten reden könne. Aber wird so ein Gebäude denn auch tatsächlich einmal fertig werden? Klaus Beer schüttelt den Kopf. Nein, vom Aufbau bis zur Werterhaltung sei es doch meist ein übergangsloser Prozess. Was darauf hinausläuft, dass der Dienstag bei ihm auch weiterhin der Krabatmühlentag bleiben wird. Weil es ja auch gut tut, zu wissen, dass seine Arbeitskraft weiterhin gebraucht wird. Und ein wenig schmeichelt es ihm schon, wenn es wieder heißt: „Klaus, du machst das schon.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/vom-schlosser-zum-muehlenfachmann-2596987.html


Wo der Mehlsack swingt

Zu schleppen hatten die Müllerburschen in der Schwarzen Mühle, bis Krabat dem Zauber des Schwarzen Müllers ein Ende setzte – die Krabatsage ist Inhalt eines Musicals, das am Freitag erstmals in der Lausitzhalle gezeigt wurde. Leichtfüßiger als die Darsteller der hart arbeitenden Müllerburschen konnten sich die Ballettmädchen auf der Bühne bewegen (kl. Foto oben). Fotos: JoS

Die Musik- und Kunstschule Bischof brachte ein Musical um die Krabatsage auf die Lausitzhallen-Bühne.

Von Jost Schmidtchen, 10.06.2013

Krabat und das geheimnisvolle Buch“ lautete der Titel des Musicals, das am Freitag vor ausverkaufter Lausitzhalle Premiere feierte. Erarbeitet hat es die Musik- und Kunstschule Bischof unter Mitwirkung der Grundschule am Park und des Balletts der Lausitzhalle. „Schon vor zehn Jahren haben wir die »Krabatballade« gespielt“, sagte André Bischof, Leiter der Musik- und Kunstschule. Vor zwei Jahren sei man dann übereingekommen, aus dem Krabatstoff etwas Größeres zu machen, „da ja auch der Bezug auf die Region gegeben ist.“ Aus dieser Idee ist nun Wirklichkeit geworden. Die Musik schrieben André und Florian Bischof, die Liedertexte Kerstin Zukunft und André Bischof, Regie führte Elke Förster, Musiklehrerin am Lessing-Gymnasium. Produziert wurde das Musical mit Unterstützung der Musik- und Kunstschule. Die Inszenierung zeigte wieder einmal das große Potenzial, welches beim Zusammenwirken mehrerer Beteiligter freigesetzt werden kann. Hier kann Hoyerswerda stolz sein, dass es immer wieder gelingt, so viele Beteiligte für das Kulturleben in der Stadt zu begeistern. Lange wurde geprobt. Die Schauspieler begannen bereits vor einem Jahr mit dem Einüben der Texte, die Chöre der Musik- und Kunstschule sowie der Grundschule „Am Park“ und das Lausitzhallenballett probten seit Februar sehr intensiv. Die viele Mühe hat sich nun ausgezahlt. Die Premiere am Freitagvormittag war ausverkauft und auch bei der Veranstaltung am Sonnabend gab es kaum freie Plätze. Erzählt wird, wie der Schwarze Müller Krabat in seine Mühle lockt… Alle Mitwirkenden boten hervorragende Leistungen. Zu nennen wäre beispielsweise „Krabat“ Fabien Wüstenhagen. Als Kantorka erlebten die Besucher Sophie Billinger; Celine Kruscha spielte ihre Freundin Hanka. Beide übrigens in sorbischer Tracht, das machte den regionalen Bezug besonders schön deutlich. Ralf Thielicke als Schwarzer Müller beherrschte seine Rolle perfekt. Er flößte zwar seinen sieben Müllerburschen Furcht und Angst ein, aber die Kinder im Publikum vermochte er nicht zu verängstigen. Ganz im Gegenteil, die freuten sich, als ihn die gerechte Strafe ereilte. Bis es so weit war, gab es viel Gesang und Tanz und auch so manche Zauberei. Das Lausitzhallenballett tanzte den „Mehlsackswing“; der Schwarze Müller sang „Mahle, mahle Mühlenrad“ (damit er immer reicher wird) und die Müllerburschen warnten Krabat vor dem Pakt mit dem Schwarzen Müller: „Einer verliert dieses Spiel, einer zahlt den Preis.“ Ganz klar, sollen es doch immer sieben Müllerburschen sein. Sie erzählten Krabat, wie sie der Schwarze Müller in seine Mühle gelockt hat und dass sie nun ihre Heimatdörfer wie Brischko, Groß Särchen und Dubring nie mehr wiedersehen werden. Aber Krabat weiß, dass er auf sein Herz hören muss – und auch die Kantorka, der er im Traum erschien, hört auf ihr Herz. Krabat verschafft sich schließlich Zugang zum geheimnisvollen Buch „Koraktor“ und er liest, dass es nur die Liebe ist, die den Zauber des Schwarzen Müllers brechen kann. Ganz klar, dass die Liebe auch im Musical über die Macht des Schwarzen Müllers triumphiert. Für die gelungene Aufführung gab es lang anhaltenden Applaus. Er galt auch allen Beteiligten hinter den Kulissen, den Liedertextern und Komponisten, den Tanzlehrerinnen, die die Choreografie besorgten, der Lausitzhalle für die Kostüme und natürlich der Regisseurin Elke Förster.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wo-der-mehlsack-swingt-2591256.html


In Krabats Sinn das Dorf beleben

Im zehnköpfigen Vorstand des Krabat Dorfclub & Heimatvereins engagieren sich Wolfgang Kraus (Krabat-Darsteller), Ingrid Stiller (Leiterin der Theatergruppe) und Petra Klemmt (Vorsitzende). Der Verein lud zu einem Einwohnerforum ins Vorwerk, um Ideen für die Belebung der Kultur im Dorf zu sichten. Der Verein wirbt für engagierte Mitarbeit. Foto: AK

Der Dorfclub & Heimatverein Groß Särchen sucht weitere Mitstreiter für Ideenumsetzung auf Krabat’s Neuem Vorwerk.

Von Andreas Kirschke, 08.06.2013

Neuen Mut, Tatkraft und Zusammenhalt braucht es für Krabat’s Neues Vorwerk. „Im Moment schläft unser Ort immer mehr ein. Er wird sozial immer toter. Wir müssen versuchen, Krabats Geist ins Dorf zurückzuholen“, fand Wolfgang Kraus vom Krabat Dorfclub & Heimatverein Groß Särchen Freitag im Vorwerk zum Einwohnerforum klare Worte. „Krabat hat sich stets als Diener des Dorfes gesehen. Er hat die Menschen hier glücklich gemacht. Er hat sich um sie gekümmert.“ Eben dieser Geist, so Wolfgang Kraus, fehlt momentan. Er soll wieder wachgerüttelt werden. Sonst verpasst Groß Särchen den Anschluss in der Krabatregion. Seit August 2012 ist das Vorwerk nicht mehr ständig besetzt. Damals lief die Kommunal-Kombi-Stelle für Nicole Schaillée aus. Für drei Jahre war die Stelle befristet. „Wir haben viele Wege versucht. Doch bislang ohne Erfolg. Im Moment können wir das Haus nicht ständig besetzen“, sagte Petra Klemmt, Vorsitzende des Krabat Dorfclub & Heimatvereins. Dieser trägt sämtliche Betriebskosten für das Vorwerk selbst. Mit dem verstorbenen Mitglied Dr. Herbert Hilbert ging dem Verein eine wichtige Stütze und Seele verloren. Die Dauerausstellung im Vorwerk besteht weiter. Doch im Moment gibt es keine Sonderausstellung. Es fehlt eine ständige Kraft zur Betreuung der Ausstellungen und zur Führung von Touristen. Auch der Regionalladen steht seit 2012 leer. „Wir wollen ihn wieder beleben. Wir kämpfen um eine Lösung“, versicherte die Vorsitzende. Auch sie fand beim Forum deutliche Worte. Zwar gehören dem Verein 130 Mitglieder an. Zwar gibt es eine engagierte Technik-Gruppe, einen Gemischten Chor und eine Theatergruppe. „Doch wir müssen dringend die Jugendlichen gewinnen. Die Altersgruppe von 30 bis 40 Jahren fehlt fast komplett“, so Petra Klemmt. Neu beleben will der Verein die Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden im Ort sowie mit den Touristikern am See.

Heimische Sagen- und Märchenwelt

Wolfgang Kraus warb für die kleinen, machbaren Schritte. Das beginnt beim Verschönern der Gärten in Krabats Sinne. Jeder kann sich hier einbringen. Das beginnt auch bei der Gründung kleiner kreativer Gruppen im Vorwerk. Hauptschwerpunkt soll künftig die heimische Sagen- und Märchenwelt sein. „Die Grundschule und der Kindergarten stehen dahinter. Wir können es im Vorwerk umsetzen“, sagte Petra Klemmt. Einwohnerin Sabine Liepert regte einen Lesezirkel für Kinder an. Größere Schüler oder ältere Einwohner könnten den Jüngsten Sagen und Märchen wie „Krabat“, „Pumpot“, „Wassermann“, „Mittagsfrau“, „Irrlichter“ und andere Sagen vorlesen. „Das wäre ein wunderbarer Ansatz, der das Gesamtkonzept unterstützen würde. Dafür ist das Vorwerk gut geeignet“, unterstützte Wolfgang Kraus den Vorschlag. Weit über 800-mal trat er bereits als Krabat auf. Im Moment hat er eine Weiterbildung als Märchen-Erzähler. Mit dem neuen Wissen will er sich einbringen.

Domizil für viele Vereine

Viele Anregungen kamen zum Forum. Der Film zur Krabatsage - 2009 von der Theater-Gruppe gedreht - sollte mehr zur Werbung verwendet werden. „Er kann in der Saison quartalsweise gezeigt werden“, meinte Einwohnerin Ilona Schulze. Vorschläge kamen auch zur besseren Auslastung des Vorwerks. „Vereine, die keinen festen Sitz haben (auch in den Nachbarorten) könnten hier mit einziehen“, meinte Einwohner Wolfgang Reinheckel. „Wir brauchen die Kooperation mit umgebenden Vereinen.“ Einwohnerin Waltraud Stasch regte eine Pflanzen-Tauschbörse im Frühjahr an. In der letzten April-Woche könnte sie jährlich stattfinden. „Originell wäre auch ein Lauf in den Frühling“, schlug sie vor. Einbinden könnte man die Sportler. Einbinden ließe sich der Knappensee. Ingrid Stiller, Leiterin der Theatergruppe, verwies auf das Sommersingen an der Dorfeiche. „Wir sollten es wieder beleben.“ Kritisch diskutierten die Einwohner über den Standort des Weihnachtsmarktes. Auf dem Dorfplatz an der Kirche - ohne feste Räume, ohne Toiletten, ohne Stromanschluss - halten ihn manche nicht mehr für angebracht. „Der Weihnachtsmarkt gehört jedoch an diese historische Stelle“, entgegnete Ortschaftsrat und Gemeinderat Steffen Mühl und unterstrich motivierend: „Es ist unser Dorf. Wir müssen es gestalten.“ Ein Kinderspielplatz, so kündigte er an, soll bald nahe der früheren Mühle entstehen. Der Ortschaftsrat bemüht sich darum. Das Spielgerät hat er zusammen. „Gerade ein Kinderspielplatz gehört jedoch hier mitten ins Dorf. Im günstigsten Fall direkt am Vorwerk“, regte Sabine Liepert an. Der Krabat Dorfclub & Heimatverein will jetzt die Ideen vertiefen. Seine nächste Vorstandssitzung will er mit dem Ortschaftsrat zusammen abhalten. „Die Ideen sollen nicht im Raum verbleiben“, zog Petra Klemmt Freitag ein gutes Fazit. „Wir wollen sie ins Dorf weitertragen. Mit Freunden und Bekannten diskutieren. Unser Hauptthema sollte «Groß Särchen - märchenhaft und sagenhaft» sein. Hier wollen wir den Fundus der älteren Generation nutzen. Er darf uns nicht verloren gehen.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/in-krabats-sinn-das-dorf-beleben-2590540.html


Drei fröhliche Maitänze

„Krabat“ Wolfgang Kraus krönte beim Maibaumwerfen in Groß Särchen Willi Laux zum Maikönig, der links vorn mit seiner Maikönigin Anna zu sehen ist. Foto: E. Hantschke

In Groß Särchen, Seidewinkel und Zeißig fielen am Wochenende die Maibäume. Die Allerkleinsten mischten schon mit.

Von E.H./E.J./JoT 14.05.2013

Ein Tänzchen mit Krabat in Groß Särchen

Die Gäste des Frühlingsfestes am Samstag auf Krabats Neuem Vorwerk erlebten ein bunt gemixtes Festprogramm, welches die Kinder der CSB-Kindertagesstätte „ Koboldland mit fröhlichen Liedern, kleinen Gedichten – auch in sorbischer Sprache – und Tänzen rund um die Reise des „kleinen Löwenzahn“ eröffneten. Wolfgang Kraus alias „Krabat, der Zauberer“ führte mit viel Freude und allerlei Geschichten aus seinem sagenhaften Leben durch den Nachmittag und bat nach dem Kinderprogramm den Gemischten Chor des Heimatvereins auf die Bühne. Zunächst erfreuten die Sängerinnen und Sänger das Publikum mit ihren Liedern. Beim „Kuckuck und dem Esel“ und weiteren bekannten Volksliedern sangen textsicher Groß und Klein lautstark mit. Alle waren froh, dass die dicken Wolken am Himmel den Regen zurückhielten… Bevor die Laienspieler der Theatergruppe die Gemüter auf ihre ganz spezielle Art erheiterten, bewaffneten sich Väter und Opas mit Schaufel und Spaten aus der Handwerkerscheune und begannen den Maibaum auszugraben. In gesicherter Entfernung warteten gespannt die aufgeregten Kinder. Der freundliche Krabat hatte zuvor einen Vorschlag gemacht: Der Junge, der ihm zuerst ein buntes Schleifchen bringt, wird symbolischer Maikönig, der sich auch eine Maikönigin aussuchen darf! Der schnellste war der achtjährige Willi Laux, und der suchte sich als „schönstes Fräulein“ seine fünfjährige Schwester Anna aus. Diese bekam dann auch die Maikrone aufgesetzt. Anschließend tanzte die „Kobold“-Kinderschar mit Krabat eine „Annemarie“, und der Zauberer war doch recht erstaunt, wie gut die Kinder diesen Tanz draufhatten… Unterstützung bekamen sie von Kita-Leiterin Petra Lehnischund ihrer Mitarbeiterin Uta Dobberstein. Nach diesem Tanzwirbel präsentierten in gewohnt lustiger Vortragsweise die Laienspieler der „Theatergruppe von’s Dorf“ unter Leitung von Ingrid Stiller sechs Szenarien unterschiedlichster Art – aber stets mit Frontalangriffen auf die Zwerchfelle. Krabat bedankte sich abschließend bei allen Mitwirkenden und den Zuschauern und gab allen die Vorfreude auf das große Hoffest Ende August mit auf den Heimweg.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/drei-froehliche-maitaenze-2572451.html


25.02.2013 - NEUES KRABAT-Produkt zur Pressekonferenz der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH vorgestellt

Die "KRABAT Kräuter-Limonade" konnte als neue Markenentwicklung aus dem Hause Oppacher in enger Kooperation mit dem KRABAT e.V. präsentiert werden. Sie ist eine einzigartige Lausitzer Komposition aus einer Vielzahl von Kräutern, verbunden mit bestem Oppacher Quellwasser, verfeinert mit Holunderblüten und fein abgeschmeckt mit Ingwer - ein einzigartiger und besonderer Geschmack! Eine einzigartige Erfrischung aus Sachsens Oberlausitz. Verkaufsstart ist in KW 10. 

20.02.2013 - Großer Verlust für die Welt der Kinderliteratur

Zum Tod des Kinderbuchautors Otfried Preußler erklärt der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bundestagfraktion und Vorsitzende des KRABAT-Vereins Reiner DEUTSCHMANN: Mit dem Tod des Schriftstellers Otfried Preußler verliert die deutsche Kinderbuchliteratur einen ihrer bedeutendsten Vertreter. Nicht nur der "Räuber Hotzenplotz" ist längst in die Unsterblichkeit eingegangen. Auch Gestalten wie die "kleine Hexe" oder das "kleine Gespenst" werden immer in Erinnerung bleiben. Nicht zuletzt hat er es vermocht, der Figur des "Krabat", des sorbischen Zauberers, zu landesweiter Bekanntheit zu verhelfen, wozu auch die erfolgreiche Verfilmung dieses Jugendbuches von 2008 beigetragen hat. Damit hat er sich auch als Förderer der Oberlausitz einen bleibenden Verdienst erworben. Mehrfach hat er unsere Region besucht und unseren Vorhaben ideell unterstützt, wofür ihm an dieser Stelle noch einmal unser Dank gilt.


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