Na slědach Krabata - Wutrobnje witajće do dwurěčneje Łužicy
Auf den Spuren des Krabat - Herzlich Willkommen in der zweisprachigen Lausitz

KRABAT-Radwanderweg (KRABATowy pućik)

7. Abstecher nach Caminau

Biotopverbund mit Totholzpark in Caminau

Am 27.05.2005 wurde der Totholzpark im Königswarthaer Ortsteil Caminau eröffnet. Dieses Areal reiht sich an das bereits 1999 angelegte Feuchtbiotop, das im Jahr 2000 fertig gestellte Ginster - Heide - Biotop einschließlich des dendrologischen Lehrpfades und an die seit 2005 existierende Pflanzensammlung "Arboretum sinensis" an.

"Totholz ist Leben!"

Dies ist - auch wenn es auf den ersten Blick so scheint - keinesfalls ein Widerspruch, denn das so genannte Totholz enthält eine Vielzahl von Organismen, die sich im Laufe der Evolution an diese Lebensstätte angepasst haben. Totholz entsteht durch das Absterben von Bäumen und Ästen aufgrund biologischer oder physischer Ereignisse wie Brand, Blitzschlag, Windwurf oder Pilzbefall. Leider hat sich der Charakter der deutschen Wälder in den letzten Jahren sehr verändert, denn neue Forstwirtschaftsmethoden und das Anpflanzen von Monokulturen lassen keinen Raum für eine natürliche Waldentwicklung. Um ein "schönes" Waldbild zu erhalten, werden ganze Wälder "leergeräumt". So ist es nicht verwunderlich, dass viele Tiere und Pflanzen, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind, vom Aussterben bedroht sind. Das zerfallende Holz bietet besonders kleinen Lebewesen wie Käfern Nahrung und Unterschlupf. Der Hirschkäfer oder auch der Nashornkäfer sind in der Zeit der Larvenentwicklung sogar unbedingt auf Totholz angewiesen. Von den Insektenlarven im Totholz ernähren sich wiederum viele einheimische Vögel, so z.B. der Specht. In das morsche Holz werden Nisthöhlen angelegt. Verlassene Höhlen nutzen später andere Vögel, Insekten und Fledermäuse als Nistplatz oder Sommer- /Winterquartier. Auch holzbewohnende Pilze zersetzen das Holz lebender und abgestorbener Bäume. Durch diesen Prozess entstehen ebenfalls große und kleine Hohlräume, die von Kleinsäugern und Vögeln besiedelt werden. Totholz bedeutet damit eine immens größere Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Eine Totholzanlage kann mit vergleichsweise geringem Aufwand, relativ kostengünstig und reversibel gebaut werden. So bietet sie sich sehr als Methode zur kurzfristigen Lebensraumaufwertung an und wurde deshalb auch in Caminau umgesetzt.

Der gesamte Biotopverbund in Caminau erstreckt sich auf 33 Hektar und kann täglich von 8.00 - 20.00 Uhr zu Fuß oder per Rad - ohne Eintritt - besichtigt werden.

Führungen können beim Förderwerk Land- und Forstwirtschaft in Königswartha per Telefonnr. 035931/ 29806 angemeldet werden.

Es lohnt sich!!!

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